sagen:hexensagen06
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| - | bei Vetschau R | + | ====== Die Hexen in der Windmühle ====== |
| - | Es war einmal ein [[typ: | + | |
| - | Einst kam ein hübscher Müllergesell zu ihm und fragte nach Arbeit. Da sprach der Meister: „Ich wollte Euch gern hier behalten, aber in meiner Mühle ist es nicht recht richtig, dort sind alle Gesellen umgekommen, wenn sie auch nur eine Nacht oben gewesen sind.“ Da lachte | + | Es war einmal |
| - | Als es Abends neun Uhr war, trug der Müller dem Gesellen | + | Einst kam ein hübscher Müllergesell zu ihm und fragte nach Arbeit. Da sprach der Meister: „Ich wollte Euch gern hier behalten, aber in meiner Mühle ist es nicht recht richtig, dort sind alle Gesellen umgekommen, wenn sie auch nur eine Nacht oben gewesen sind.“ Da lachte |
| - | Es mochte ungefähr zwölf | + | Als es Abends neun Uhr war, trug der Müller dem Gesellen das Abendessen hinauf. Er freute |
| - | Am andern Morgen stand er schon sehr früh auf und ging in das Dorf, um bei dem Müller | + | Es mochte ungefähr zwölf Uhr sein, als mit einem Male ein Gepolter in der Mühle entstand: plötzlich sprangen zwei bunte Katzen auf den Mehlkasten. Dort spielten sie eine ganze Weile. Der Müllergesell suchte sie an sich zu locken, indem er „Mieze, Mieze“ rief, aber die Katzen kamen nicht. Er rief jedoch wieder: „Mieze, Mieze.“ Endlich näherte sich eine von den Katzen dem Kreise. Der Gesell griff heimlich nach seinem Beil. Plötzlich erfasste er eine Pfote der Katze und zog das Thier bis in den Kreis hinein. Schnell schlug er mit dem Beile zu und traf die Katze so, dass er ihr eine Pfote abhieb, welche in den Kreis fiel. Er steckte die abgehauene Pfote in die Rocktasche. Sogleich verschwanden die Katzen. Darauf legte er sich ruhig zu Bett. |
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| + | Am andern Morgen stand er schon sehr früh auf und ging in das Dorf, um bei dem Müller Kaffee zu trinken. Der Müller freute sich, als er den Gesellen kommen sah. Er fragte ihn, was er wolle. Der Gesell sagte: „Essen, denn ich bin sehr hungrig.“ Darauf erzählte er dem Müller sein Abenteuer. Der Müller sagte, er wolle das Essen bestellen, was er auch that, aber das Essen kam nicht. Als der Gesell nach einiger Zeit wieder davon sprach, sagte der Müller, er müsse noch etwas warten, seine Frau sei in der Nacht krank geworden, er wolle ihm das Frühstück selbst bereiten. Darauf langte der Müllergesell in die Rocktasche und brachte eine Menschenhand mit einem blanken Ring zum Vorschein. Erstaunt besah sich der Müller dieselbe und rief: „Das ist ja die Hand meiner Frau.“ Er lief eilig mit dem Gesellen zu dem Bett seiner Frau und richtig, es fand sich, dass derselben die Hand abgehauen war. Die Frau bekannte jetzt, dass sie und die Pfarrerin [[wesen: | ||
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