sagen:hamburgsagen040
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| + | ====== Die verwünschte Linde bei Harvestehude ====== | ||
| + | (Um 1350) | ||
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| + | Eine von keiner Chronik erzählte Sage, | ||
| + | nach mündlicher Ueberlieferung. | ||
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| + | Auf dem Felde links an der Chaussee vom [[geo: | ||
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| + | Im [[kirche: | ||
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| + | Einige Zeit darnach aber kehrte der junge Ritter heim, und da er erfuhr, was geschehen, faßte er den Plan, seine vormalige Braut, es koste was es wolle, aus dem Kloster zu entführen und in ferne Lande mit ihr zu flüchten. Er wußte es auch anzustellen, | ||
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| + | Die grünen Eichen jedoch im stillen Klostergarten haben dazumal bei den nächtlichen Unterredungen einen Verräther verborgen gehalten, und wider die arme Nonne ist beim geistlichen Gericht eine schwere Anklage wegen unerlaubten Liebeshandels und gebrochenen Gelübdes erhoben. Und da sie nun nicht leugnen konnte, ihren vormaligen Verlobten zu mehreren Malen dort heimlich gesprochen zu haben, sonst aber, da der Ritter fern war, keinen Beweis für ihre Unschuld bringen konnte, so hielt man die schlimme Anschuldigung für erwiesen und verurtheilte sie zum Tode und zum Begräbniß auf freiem Felde in ungeweihter Erde. | ||
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| + | Und ehe sie gerichtet wurde, hat sie’s erbeten, daß ihr Leib auf dem Klosterfelde, | ||
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