sagen:hamburgsagen027
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| Weil sich nun aber später zeigte, daß die Lage dieses Klosters an der Elbe nicht nur feindlichen Angriffen sehr ausgesetzt, sondern auch wegen der Nähe des städtischen und Hafen-Verkehrs wenig erbaulich und beschaulich war, wodurch den frommen Nonnen manch weltlich Aergerniß bereitet wurde, so brach man Ao. 1295 dies Gebäude ganz ab, und baute das Kloster in dem schönen friedlichen Thal an der Alster vor Eppendorf wieder auf, wo es den Namen Frauenthal oder Jungfrauenthal erhielt. Ein altes Siegel des Klosters, von großer ovaler Form, zeigt den auf dem Himmelsthron sitzenden Heiland, die Umschrift lauter: „Sigillum Ancilliarum Christi in Valle Virginum“. d. h. Siegel der Mägde Christi im Jungfrauenthal. Ein kleineres, auch ovales, ersichtlich noch viel älteres „Sigillum Abbatissae Vallis Virginum“ zeigt die heilige Jungfrau Maria mit dem Christuskinde, | Weil sich nun aber später zeigte, daß die Lage dieses Klosters an der Elbe nicht nur feindlichen Angriffen sehr ausgesetzt, sondern auch wegen der Nähe des städtischen und Hafen-Verkehrs wenig erbaulich und beschaulich war, wodurch den frommen Nonnen manch weltlich Aergerniß bereitet wurde, so brach man Ao. 1295 dies Gebäude ganz ab, und baute das Kloster in dem schönen friedlichen Thal an der Alster vor Eppendorf wieder auf, wo es den Namen Frauenthal oder Jungfrauenthal erhielt. Ein altes Siegel des Klosters, von großer ovaler Form, zeigt den auf dem Himmelsthron sitzenden Heiland, die Umschrift lauter: „Sigillum Ancilliarum Christi in Valle Virginum“. d. h. Siegel der Mägde Christi im Jungfrauenthal. Ein kleineres, auch ovales, ersichtlich noch viel älteres „Sigillum Abbatissae Vallis Virginum“ zeigt die heilige Jungfrau Maria mit dem Christuskinde, | ||
| - | In der Zeiten Lauf verschwand das alte Dorf Herwerdeshude an der Elbe, oder mindestens dieser Name desselben ging unter, der dafür von den Leuten aus alter Gewohnheit dem Kloster Frauenthal an der Alster übertragen wurde, das man zuletzt gar nicht anders als Herwerdeshude nannte, woraus endlich unser Harvestehude entstanden ist, was manche gute Hamburger, da ein Winterhude gegenüber liegt, auch wohl Herbstehude nennen. | + | In der Zeiten Lauf verschwand das alte Dorf Herwerdeshude an der [[region:Elbe]], oder mindestens dieser Name desselben ging unter, der dafür von den Leuten aus alter Gewohnheit dem Kloster Frauenthal an der Alster übertragen wurde, das man zuletzt gar nicht anders als Herwerdeshude nannte, woraus endlich unser Harvestehude entstanden ist, was manche gute Hamburger, da ein Winterhude gegenüber liegt, auch wohl Herbstehude nennen. |
| - | Das Kloster Frauenthal aber wurde sehr reich und angesehen, und viele Hamburger Bürgerstöchter aus den vornehmsten Familien erfüllten dort als Nonnen ihre oder ihrer Eltern fromme Gelübde. Es heißt, daß später ihre Klosterzucht nicht sonderlich erbaulich, und daß sie gegen alle Versuche des geistlichen Oberherrn, eine bessere Ordnung bei ihnen einzuführen, | + | Das [[kirche: |
| Wie hat sich dort so Vieles verändert! Der anmuthige Bach, auf dessen grüne Ufer Heilwig’s Cisterzienserinnen blickten, den wir später noch als einen nützlichen Pepermöhlenbeek, | Wie hat sich dort so Vieles verändert! Der anmuthige Bach, auf dessen grüne Ufer Heilwig’s Cisterzienserinnen blickten, den wir später noch als einen nützlichen Pepermöhlenbeek, | ||
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