sagen:hamburgsagen023
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| + | ====== Der Tag von Bornhövede, | ||
| + | (1227) | ||
| + | Im Holsteinischen heißt noch jetzt eine Wolkenmasse am Sommerhimmel: | ||
| + | Außer den genannten Quellen auch: Lübeck im Anfange des dreizehnten Jahrhunderts (1815). | ||
| + | Steltzner I. 124 nach Hermann von Leerbeck und Alb. Crantz. | ||
| + | Daß Hamb. Bürger die Schlacht mitmachten, bestätigt die Urkunden 818 im Hamb. Urkundenbuch S. 671. | ||
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| + | Der Dänenkönig Waldemar, der um diese Zeit gegen schwere Bedingungen seiner Haft entlassen war, wußte sich anders mit seinem Eide und Gewissen abzufinden, als Adolf III. Er überzog aufs Neue das Land mit Krieg, die Schmach zu tilgen, das Verlorene wieder zu gewinnen. Mit ihm war sein Neffe, Herzog Otto von Braunschweig, | ||
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| + | Auf der weiten Ebene an der alten Grenze zwischen dem eigentlichen Holstein und Wagrien, unweit der Landstraße nach Neumünster, | ||
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| + | Seine Reihen lichteten sich, viele Ritter, Knappen und Kriegsknechte lagen bereits erschlagen auf der Wahlstatt, ein Fähnlein nach dem andern wankte, ganze Schaaren wichen vor dem ungestümen Andrang der Feinde zurück, zum Widerstande nicht mehr fähig. Unerschrocken aber stellte Adolf noch einmal die Schlachtordnung wieder her, dann, ehe er das Zeichen zum erneuten Angriff gab, fiel er Angesichts des ganzen Heeres auf die Knie und flehte im inbrünstigen Gebet zu Gott um Hülfe. Und je klarer er das unermeßliche Gewicht dieser Schlacht erkannte, deren Verlust das ganze Deutsche Land an der Nord- und Ostsee vielleicht für immer dem Dänenthum überliefert hätte, je sicherer er fühlte, daß die Hülfe allein noch bei Gott zu suchen sei, desto bereitwilliger war sein edles Herz zu den größten eignen Opfern. Und im frommen Glauben und Vertrauen auf Erhörung gelobte er auf dem Schlachtfelde, | ||
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| + | Darnach hielt der ritterliche fromme Sieger Adolf einen feierlichen Einzug in Hamburg, in dessen Domkirche er öffentlich Gott die Ehre gab und seine Gelübde erneuerte. Nicht nur das Marien-Magdalenen-Kloster hat er gestiftet, gebaut und begabt, sondern auch das Johannis-Kloster und den Convent, und noch viele andere Klöster, Kirchen und Kapellen im Lande Holstein. Aber wegen seiner Jugend (noch nicht lange war er vermählt) und später wegen der Kindheit seiner Söhne, der Erben seiner Lande, konnte er den zweiten Theil seines Gelübdes nicht sogleich erfüllen. Er hatte noch viel zu wirken, um den Frieden dauernd zu befestigen und das Glück seiner Unterthanen zu sichern, ehe er daran denken durfte, sich aller weltlicher Regimentssorgen zu entschlagen und das Klosterleben zu wählen. | ||
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| + | Sein Bild, wie er als gebietender Herr im Fürstenmantel mit Ritterspornen, | ||
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