sagen:hamburgsagen013
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| + | ====== Drei Burgen in Hamburg ====== | ||
| + | (Um 1060) | ||
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| + | Steltzner I. 34 ff. | ||
| + | Lappenberg, Programm 8. | ||
| + | Adam von Bremen III. 68 u. A. | ||
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| + | Um das Jahr 1060 waren drei große Burgen in Hamburg, worüber sich wohl etwas sagen läßt. | ||
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| + | Bezelin Alebrand, ein Canonicus von Cöln am Rhein, war um Weihnacht 1035 von sieben Sächsischen Bischöfen mit großer Pracht als Erzbischof von Hamburg geweiht und vom Kaiser bestätigt, worauf ihm der Pabst den Mantel seiner Würde sandte. Er war ein guter, frommer Herr, der die Stadt Hamburg lieb hatte und ihr gern nach den erlittenen schweren Kriegesnöthen wieder aufhelfen wollte. Er erbaute vor allen Dingen Ao. 1037 statt des zeitherigen, | ||
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| + | Die zweite Burg erbaute der Sachsen-Herzog Bernhard II. an der andern Seite des Doms, mehr dem Alster-Flusse zu, nach Einigen da, wo hernach der Schauenburger Hof an der Steinstraße gewesen, nach Anderen etwa da, wo vor dem Feuer von 1842 das alte Zuchthaus gestanden hat und jetzt die Hermanns- und Ferdinands-Straßen zusammentreffen. Einige sagen, dies sei auch ungefähr die Stelle gewesen, wo Karl der Große seine Hammaburg gebaut habe, Andere aber glauben, daß solche etwa auf dem Platze der Wiedenburg gestanden. Diese Burg wurde des Herzogs Pfalz und Residenz, wenn er nach Hamburg kam, was oft geschah, da er die fleißigen und tapferen Hamburger gern hatte. Als das Haus Schauenburg das Holstein’sche Land bekam, da hat Adolf’s I. Gemahlin diese inzwischen verfallene Burg neu erbaut und befestigt, und als Wittwensitz bewohnt mit ihrer Schwiegertochter, | ||
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| + | Die dritte Burg baute Bernhards Nachfolger, der Herzog Ordulf, aus Vorsicht, weil er dem Erzbischof Adalbert, welcher damals in der Wiedenburg saß und mit großen Erweiterungen seiner weltlichen Macht umging, dadurch im Zaum zu halten gedachte. Er baute sie südwestlich außerhalb halb der Stadt, an einem Elbarme, und nannte sie die neue Burg. Und was dort umher angebaut wurde, nannte man die Neustadt, darin also der Herzog residirte, wie der Erzbischof in der Altstadt; und wie ihre Herzen, so waren auch ihre Wohnsitze getrennt von einander. Die hat fast 100 Jahre dort gestanden, und darnach, als der dritte Adolf aus dem Hause Schauenburg über Holstein und Hamburg regierte, hat er die Burg dem Bürgermeister Wirad gegeben, damit sie löblichem Commercio zum Besten abgebrochen und den Kaufleuten zu Wohnungen und Speichern verliehen würde, wie auch geschehen. Und der Name dieser Gasse „bei der Neuen Burg“ pflanzte ihr Andenken fort, und auch das Feuer von 1842 hat weder die nach jener Burg benannte Straße, noch ihre krumme Gestalt, daran sich die Form des Castells erkennen läßt, vernichten können. | ||
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