sagen:grimmds2-585
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| - | ====== Die Gräfin von Orlamünde | + | ====== Die Gräfin von Orlamünde ====== |
| Waldenfels antiquitatis selectae libri XII. Norimb. 1677. 4. p. 465 - 474. | Waldenfels antiquitatis selectae libri XII. Norimb. 1677. 4. p. 465 - 474. | ||
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| Otto, Graf zu [[geo: | Otto, Graf zu [[geo: | ||
| - | Er war verheiratet mit Kunigunde aus dem Hause Leuchtenberg. Die Ehe blieb kinderlos. Dennoch will die Sage in Kunigunde das Urbild der Weißen Frau der Hohenzollern sehen, die ihre beiden Kinder ermordet habe und zur Buße Warnhinweise aus dem Jenseits geben müsse. Das entbehrt aber der Grundlage, da, wie gesagt, die Ehe kinderlos blieb. //Quelle: [[https:// | + | Er war verheiratet mit [[vip: |
| - | Einstens wurde ihr die Rede Albrechts des Schönen, Burggrafen zu [[geo: | + | Einstens wurde ihr die Rede [[vip: |
| - | Der Volkssage nach sollen nun die Kinder diesem Meuchelmörder geschmeichelt und ihn ängstlich gebeten haben: „lieber Hayder, laß mich leben! ich will dir Orlamünden geben, auch Plassenburg des neuen, es soll dich nicht gereuen“ sprach das Knäblein; das Töchterlein aber „lieber Hayder, laß mich leben, ich will dir alle meine Docken geben.“ Der [[typ:Mörder]] wurde hierdurch nicht gerührt, und vollbrachte die Unthat; als er später noch andre Bubenstücke ausgerichtet hatte, und gefangen auf der [[typ:Folter]] lag, bekannte er „so sehr ihn der [[typ:Mord]] des jungen Herrn reue, der in seinem Anbieten doch schon gewußt habe, daß er Herrschaften auszutheilen gehabt: so gereue ihn noch hundert Mal mehr, wenn er der unschuldigen Kinderworte des Mägdleins gedenke.“ | + | Der Volkssage nach sollen nun die Kinder diesem Meuchelmörder geschmeichelt und ihn ängstlich gebeten haben: „lieber Hayder, laß mich leben! ich will dir Orlamünden geben, auch Plassenburg des neuen, es soll dich nicht gereuen“ sprach das Knäblein; das Töchterlein aber „lieber Hayder, laß mich leben, ich will dir alle meine Docken geben.“ Der Mörder wurde hierdurch nicht gerührt, und vollbrachte die Unthat; als er später noch andre Bubenstücke ausgerichtet hatte, und gefangen auf der Folter lag, bekannte er „so sehr ihn der Mord des jungen Herrn reue, der in seinem Anbieten doch schon gewußt habe, daß er Herrschaften auszutheilen gehabt: so gereue ihn noch hundert Mal mehr, wenn er der unschuldigen Kinderworte des Mägdleins gedenke.“ |
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