sagen:grimmds2-566
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| + | ====== Friedrich mit dem gebissenen Backen ====== | ||
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| + | Als nun die dazu bestimmte Zeit kam, ward dem Eseltreiber bange, und gedachte: ob ich wohl arm bin, hab ich doch fromme, ehrliche Eltern gehabt; soll ich nun ein Schalk werden, und meine Fürstin tödten? Endlich mußte er daran, wurde heimlich in der Landgräfin Kammer geleitet; da fiel er vor dem Bette zu ihren Füßen, und sagte: „gnadet, liebe Fraue!“ Sie sprach: „wer bist du?“ er nannte sich. „Was hast du gethan, bist du trunken oder wahnsinnig?" | ||
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| + | Der Eseltreiber antwortete: „schweiget und rathet mir! denn mein Herr hat mir euch zu tödten geheißen; was fangen wir jetzo an, daß wir beide das Leben behalten? | ||
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| + | Da es nun nicht anders seyn konnte, gesegnete sie ihre Kinder, ergriff das älteste, Namens [[vip: | ||
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| + | Also nahm sie ihre Kleinode, und ging aufs Ritterhaus, wo sie der Hofmeister mit einer Frauen, einer Magd und dem Eseltreiber an Seilen das Fenster hinab ließ. Noch dieselbe Nacht flüchtete sie auf den Kreinberg, der dazumal dem hersfelder Abt hörte; von da ließ sie der Amtmann geleiten bis nach [[geo: | ||
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