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sagen:grimmds2-565

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 Da antwortete der Fürst: gern, allerliebste Base, meine getreue Hand soll dir und deinem Sohne unbeschlossen seyn. Wie er so im Reden stund, kam sein Marschall Helwig von Schlotheim, zogen ihn zurück und sprachen: Herr, was wollt ihr thun? und wär es möglich, daß ihr einen Fuß im Himmel hättet, und den andern zu [[burg:Wartburg]]; viel eher solltet ihr den aus dem Himmel ziehen, und zu dem auf Wartburg setzen!  Da antwortete der Fürst: gern, allerliebste Base, meine getreue Hand soll dir und deinem Sohne unbeschlossen seyn. Wie er so im Reden stund, kam sein Marschall Helwig von Schlotheim, zogen ihn zurück und sprachen: Herr, was wollt ihr thun? und wär es möglich, daß ihr einen Fuß im Himmel hättet, und den andern zu [[burg:Wartburg]]; viel eher solltet ihr den aus dem Himmel ziehen, und zu dem auf Wartburg setzen! 
  
-Also kehrte sich der Fürst wieder zu Sophien und sprach: „liebe Base, ich muß mich in diesen Dingen bedenken, und Rath meiner Getreuen haben“ schied also von ihr, ohne ihrem Recht zu willfahren. Da ward die Landgräfin betrübt, weinte bitterlich, und zog den [[typ:Handschuh]] von ihrer Hand und rief: „o du Feind aller Gerechtigkeit, ich meine dich Teufel! nimm hin den Handschuh mit den falschen Rathgebern!“ warf ihn in die Luft. +Also kehrte sich der Fürst wieder zu Sophien und sprach: „liebe Base, ich muß mich in diesen Dingen bedenken, und Rath meiner Getreuen haben“ schied also von ihr, ohne ihrem Recht zu willfahren. Da ward die Landgräfin betrübt, weinte bitterlich, und zog den Handschuh von ihrer Hand und rief: „o du Feind aller Gerechtigkeit, ich meine dich Teufel! nimm hin den Handschuh mit den falschen Rathgebern!“ warf ihn in die Luft. 
  
 Da wurde der Handschuh weggeführt, und nimmermehr gesehen. Auch sollen diese Räthe hernachmals keines guten Todes gestorben seyn.  Da wurde der Handschuh weggeführt, und nimmermehr gesehen. Auch sollen diese Räthe hernachmals keines guten Todes gestorben seyn. 
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-<note tip>Hintergrund dieser Sage ist der [[zeit:thueringischererbfolgekrieg|Thüringisch-hessische Erbfolgekrieg]]. 
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-Ansprüche auf das Ludowinger Erbe wurden von zwei Seiten erhoben: zum einen von Heinrich Raspes Neffen, dem Wettiner Heinrich III., Herr der Markgrafschaft Meißen, der von Kaiser Friedrich II. 1242 eine Eventualbelehnung mit Thüringen erhalten hatte, und zum anderen von der letzten Überlebenden des Geschlechts, Sophie von Brabant, Tochter Landgraf Ludwigs IV. und Nichte Heinrich Raspes, die das Erbe für ihren Sohn Heinrich beanspruchte. 
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-Der Krieg zog sich über 17 Jahre hin. Sophie gelang es nicht, das Gesamterbe der Ludowinger für ihren Sohn Heinrich zu gewinnen, aber sie konnte ihm die hessischen Besitzungen sichern (Langsdorfer Frieden). So entstand die Landgrafschaft Hessen. Die Markgrafen von Meißen erwarben Thüringen und führten fortan auch den Titel der Landgrafen von Thüringen.</note> 
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sagen/grimmds2-565.1696927300.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)