sagen:grimmds2-552
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| - | Der Graf ließ sich vom [[typ:teufel|Teufel]] und der Frauen Schöne blenden, und sagte es zu. Als nun der mordliche Tag vorhanden war, richtete die Markgräfin ein Bad zu, ließ ihren Herrn darin wohl pflegen und warten. Unterdessen kam Graf Ludwig, ließ sein Hörnlein schallen und seine Hündlein bellen, und jagte dem Pfalzgraf in dem Seinen, bis hart vor die Thür. Da lief Frau Adelheid heftig in das Bad zu Friedrichen, | + | Der Graf ließ sich vom [[wesen:Teufel]] und der Frauen Schöne blenden, und sagte es zu. Als nun der mordliche Tag vorhanden war, richtete die Markgräfin ein Bad zu, ließ ihren Herrn darin wohl pflegen und warten. Unterdessen kam Graf Ludwig, ließ sein Hörnlein schallen und seine Hündlein bellen, und jagte dem Pfalzgraf in dem Seinen, bis hart vor die Thür. Da lief Frau Adelheid heftig in das Bad zu Friedrichen, |
| - | Der Markgraf erzürnte, fuhr auf aus dem Bad, warf eilends den Mantel über das bloße Badhemd, und fiel auf seinen Hengst, ungewapnet und ungerüstet. Nur wenig [[typ:Diener]] und Hunde rennten mit ihm in den Wald; und da er den Grafen ersah, strafte er ihn mit harten Worten, der wandte sich, und stach ihn mit einem Schweinspieß durch seinen Leib, daß er todt vom Pferde sank. Ludwig ritt seinen Weg, die Diener brachten den [[typ: | + | Der Markgraf erzürnte, fuhr auf aus dem Bad, warf eilends den Mantel über das bloße Badhemd, und fiel auf seinen Hengst, ungewapnet und ungerüstet. Nur wenig Diener und Hunde rennten mit ihm in den Wald; und da er den Grafen ersah, strafte er ihn mit harten Worten, der wandte sich, und stach ihn mit einem Schweinspieß durch seinen Leib, daß er todt vom Pferde sank. Ludwig ritt seinen Weg, die Diener brachten den Leichnam heim, und beklagten und betrauerten ihn sehr; die Pfalzgräfin rang die Hände, und raufte das Haar, und gebärdete sich gar kläglich, damit keine Inzicht auf sie falle. |
| - | Friedrich wurde begraben, und an der Mordstätte ein steinern | + | Friedrich wurde begraben, und an der Mordstätte ein steinern Kreuz gesetzt, welches noch bis auf den heutigen Tag stehet; auf der einen Seite ist ein Schweinspieß, |
| Ehe das Jahr um war, führte Graf Ludwig Frau Adelheiden auf Schauenburg sein Schloß, und nahm sie zu einem ehelichen Weib. | Ehe das Jahr um war, führte Graf Ludwig Frau Adelheiden auf Schauenburg sein Schloß, und nahm sie zu einem ehelichen Weib. | ||
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