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sagen:grimmds2-543

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     Vergl. Fürtrer bei Hofstäter II. 174 - 183.     Vergl. Fürtrer bei Hofstäter II. 174 - 183.
  
-Als nun [[vip:lohengrin|Loherangrin]] mit Zurücklassung des Schwerts, Hornes und Fingerlins aus [[region:Brabant]] fortgezogen war, kam er in das [[region:lothringen|Land Lyzaborie]] und ward der schönen Belaye Gemahl; die sich wohl vor der Frage nach seiner Herkunft hütete, und ihn über die Maßen liebte, so daß sie keine Stunde von ihm seyn konnte, ohne zu siechen. Denn sie fürchtete seinen Wankelmuth, und lag ihm beständig an zu Haus zu bleiben; der Fürst aber mochte ein so verzagtes Leben nicht gerne leiden, sondern ritt oft zu birsen auf die Jagd. +Als nun [[wesen:lohengrin|Loherangrin]] mit Zurücklassung des Schwerts, Hornes und Fingerlins aus [[region:Brabant]] fortgezogen war, kam er in das [[region:lothringen|Land Lyzaborie]] und ward der schönen Belaye Gemahl; die sich wohl vor der Frage nach seiner Herkunft hütete, und ihn über die Maßen liebte, so daß sie keine Stunde von ihm seyn konnte, ohne zu siechen. Denn sie fürchtete seinen Wankelmuth, und lag ihm beständig an zu Haus zu bleiben; der Fürst aber mochte ein so verzagtes Leben nicht gerne leiden, sondern ritt oft zu birsen auf die Jagd. 
  
 So lange er abwesend war, saß Belaye halbtodt und sprachlos daheim; sie kränkelte, und es schien ihr durch Zauberei etwas angethan. Nun wurde ihr von einem Kammerweib gerathen „wolle sie ihn fester an sich bannen: so müsse sie Loherangrin, wann er müde von der Jagd entschlafen sey, ein Stück Fleisch von dem Leibe schneiden und essen.“ Belaye aber verwarf den Rathschlag, und sagte „eh’ wollt ich mich begraben lassen, als daß ihm nur ein Finger schwüre!“ zürnte dem Kammerweib, und verwies sie seitdem aus ihrer Huld. Giftig ging die Verrätherin hin zu Belayens Magen, die dem Helden die Königstochter neideten, und brachte ihnen falsche Lügen vor.  So lange er abwesend war, saß Belaye halbtodt und sprachlos daheim; sie kränkelte, und es schien ihr durch Zauberei etwas angethan. Nun wurde ihr von einem Kammerweib gerathen „wolle sie ihn fester an sich bannen: so müsse sie Loherangrin, wann er müde von der Jagd entschlafen sey, ein Stück Fleisch von dem Leibe schneiden und essen.“ Belaye aber verwarf den Rathschlag, und sagte „eh’ wollt ich mich begraben lassen, als daß ihm nur ein Finger schwüre!“ zürnte dem Kammerweib, und verwies sie seitdem aus ihrer Huld. Giftig ging die Verrätherin hin zu Belayens Magen, die dem Helden die Königstochter neideten, und brachte ihnen falsche Lügen vor. 
sagen/grimmds2-543.1709326522.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)