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sagen:grimmds2-538

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 Nach Verlauf dieser Zeit trug sich’s zu, daß der Pfalzgraf gerade in diesem Wald eine große Jagd anstellte; und da die Jäger die Hunde hetzten, zeigte sich ihren Augen dieselbe Hirschkuh, die den Knaben mit ihrer Milch nährte. Die Jäger verfolgten sie; und weil sie zuletzt keinen andern Ausweg hatte, floh sie zu dem Lager, wohin sie täglich zu laufen pflegte, und warf sich, wie gewöhnlich, zu des Knaben Füßen.  Nach Verlauf dieser Zeit trug sich’s zu, daß der Pfalzgraf gerade in diesem Wald eine große Jagd anstellte; und da die Jäger die Hunde hetzten, zeigte sich ihren Augen dieselbe Hirschkuh, die den Knaben mit ihrer Milch nährte. Die Jäger verfolgten sie; und weil sie zuletzt keinen andern Ausweg hatte, floh sie zu dem Lager, wohin sie täglich zu laufen pflegte, und warf sich, wie gewöhnlich, zu des Knaben Füßen. 
  
-Die Hunde drangen nach, des Kindes Mutter nahm einen Stock und wehrte die Hunde ab. In diesem Augenblick kam der Pfalzgraf hinzu, sah das [[typ:Wunder]], und befahl, die Hunde zurück zu rufen. Darauf fragte er die Frau, ob sie eine Christin wäre? Sie antwortete: ich bin eine Christin, aber ganz entblößt; leih mir deinen Mantel, daß ich meine Schaam bedecke. Siegfried warf ihr den Mantel zu, und sie bedeckte sich damit. +Die Hunde drangen nach, des Kindes Mutter nahm einen Stock und wehrte die Hunde ab. In diesem Augenblick kam der Pfalzgraf hinzu, sah das Wunder, und befahl, die Hunde zurück zu rufen. Darauf fragte er die Frau, ob sie eine Christin wäre? Sie antwortete: ich bin eine Christin, aber ganz entblößt; leih mir deinen Mantel, daß ich meine Schaam bedecke. Siegfried warf ihr den Mantel zu, und sie bedeckte sich damit. 
  
 Weib, sagte er, warum schafftest du dir nichts Speise und Kleider? Sie sprach: Brot habe ich nicht, ich aß die Kräuter, die ich im Walde fand; mein Kleid ist vor Alter zerschlissen und aus einander gefallen. – Wie viel Jahre sind’s, seit du hierher gekommen? – Sechs, und drei Monden wohne ich hier. – Wem gehört der Knabe? – Es ist mein Sohn. – Wer ist des Kindes Vater? – Gott weiß es. – Wie kamst du hierher, und wie heißest du? – Mein Namen ist Genofeva. – Als der Pfalzgraf den Namen hörte, gedachte er seiner Gemahlin; und einer der Kämmerer trat hinzu, und rief: bei Gott, das scheint mir unsre Frau zu seyn, die schon lange gestorben ist, und sie hatte ein Mahl am Gesicht.  Weib, sagte er, warum schafftest du dir nichts Speise und Kleider? Sie sprach: Brot habe ich nicht, ich aß die Kräuter, die ich im Walde fand; mein Kleid ist vor Alter zerschlissen und aus einander gefallen. – Wie viel Jahre sind’s, seit du hierher gekommen? – Sechs, und drei Monden wohne ich hier. – Wem gehört der Knabe? – Es ist mein Sohn. – Wer ist des Kindes Vater? – Gott weiß es. – Wie kamst du hierher, und wie heißest du? – Mein Namen ist Genofeva. – Als der Pfalzgraf den Namen hörte, gedachte er seiner Gemahlin; und einer der Kämmerer trat hinzu, und rief: bei Gott, das scheint mir unsre Frau zu seyn, die schon lange gestorben ist, und sie hatte ein Mahl am Gesicht. 
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