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sagen:grimmds2-528

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 Endlich kehrte er wieder heim in seine Heimath. Da lagen ihm seine Brüder und Freunde an, daß er ein ehelich Weib nehmen sollte; er erschrak und suchte es auszureden. Sie ließen ihm aber härter zusetzen durch einen weisen Mann, auch aus seiner Sippe. Herr Peter antwortete: eh will ich meinen Leib in Riemen schneiden lassen, als ich mich vereheliche. Abends nun, wie er allein war, wußte es seine Frau schon, was sie mit ihm vor hatten, und er sagte ihr von neuem sein Wort zu.  Endlich kehrte er wieder heim in seine Heimath. Da lagen ihm seine Brüder und Freunde an, daß er ein ehelich Weib nehmen sollte; er erschrak und suchte es auszureden. Sie ließen ihm aber härter zusetzen durch einen weisen Mann, auch aus seiner Sippe. Herr Peter antwortete: eh will ich meinen Leib in Riemen schneiden lassen, als ich mich vereheliche. Abends nun, wie er allein war, wußte es seine Frau schon, was sie mit ihm vor hatten, und er sagte ihr von neuem sein Wort zu. 
  
-Es sollte aber zu damal der deutsche König in [[geo:frankfurtmain|Frankfurt]] gewählt werden; dahin zog auch der Staufenberger unter viel andern Dienstmännern und Edelleuten. Da that er sich so heraus im [[typ:turnier|Ritterspiel]], daß er die Augen des Königs auf sich zog, und der König ihm endlich seine Muhme aus Kärnthen zur Ehe antrug. Herr Peter geriet in heftigen Kummer und schlug das Erbieten aus; und weil alle Fürsten darein redeten, und die Ursache wissen wollten, sprach er zuletzt: daß er schon eine schöne Frau und von ihr alles Gute hätte; aber um ihrentwillen keine andere nehmen dürfte, sonst müßte er todt liegen innerhalb drei Tagen. +Es sollte aber zu damal der deutsche König in [[geo:frankfurtmain|Frankfurt]] gewählt werden; dahin zog auch der Staufenberger unter viel andern Dienstmännern und Edelleuten. Da that er sich so heraus im Ritterspiel, daß er die Augen des Königs auf sich zog, und der König ihm endlich seine Muhme aus Kärnthen zur Ehe antrug. Herr Peter geriet in heftigen Kummer und schlug das Erbieten aus; und weil alle Fürsten darein redeten, und die Ursache wissen wollten, sprach er zuletzt: daß er schon eine schöne Frau und von ihr alles Gute hätte; aber um ihrentwillen keine andere nehmen dürfte, sonst müßte er todt liegen innerhalb drei Tagen. 
  
 Da sagte der Bischof: Herr, laßt mich die Frau sehen. Da sprach er: sie läßt sich vor niemand, denn vor mir sehen. So ist sie kein rechtes Weib – redeten sie alle – sondern vom [[wesen:Teufel]]; und daß ihr die Teufelin minnet mehr denn reine Frauen, das verdirbt euren Namen und eure Ehre vor aller Welt.“ Verwirrt durch diese Reden sagte der Staufenberger „er wollte alles thun, was dem König gefalle;“ und alsobald ward ihm die Jungfrau verlobet unter kostbaren königlichen Geschenken.  Da sagte der Bischof: Herr, laßt mich die Frau sehen. Da sprach er: sie läßt sich vor niemand, denn vor mir sehen. So ist sie kein rechtes Weib – redeten sie alle – sondern vom [[wesen:Teufel]]; und daß ihr die Teufelin minnet mehr denn reine Frauen, das verdirbt euren Namen und eure Ehre vor aller Welt.“ Verwirrt durch diese Reden sagte der Staufenberger „er wollte alles thun, was dem König gefalle;“ und alsobald ward ihm die Jungfrau verlobet unter kostbaren königlichen Geschenken. 
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sagen/grimmds2-528.1709331108.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)