sagen:grimmds2-527
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| Chronik von Freyburg, hinter Schilters Königshofen. S. 44. 45 | Chronik von Freyburg, hinter Schilters Königshofen. S. 44. 45 | ||
| - | Die Sage ist, daß die Herzoge von Zähringen vor Zeiten | + | Die Sage ist, daß die [[familie: |
| - | Nun hat es sich begeben, daß der [[typ:Köhler]] an einem Ort im Gebirg Kohlen brannte, Grund und Erde nahm, und damit den Kohlhaufen, um ihn auszubrennen, | + | Nun hat es sich begeben, daß der Köhler an einem Ort im Gebirg Kohlen brannte, Grund und Erde nahm, und damit den Kohlhaufen, um ihn auszubrennen, |
| - | Nun hat es sich damals ereignet, daß ein König vertrieben ward vom Reich, und floh auf den Berg im [[region: | + | Nun hat es sich damals ereignet, daß ein König vertrieben ward vom Reich, und floh auf den Berg im [[region: |
| - | Als der König solches vernahm, willigte er ein, empfing die Last Silbers, und gab dem [[typ:Köhler]], den er zum Sohn annahm, die Tochter zur Ehe, und die Gegend des Landes darzu, wie er begehret hatte. Da hub der Sohn an und ließ sein Erz schmelzen, überkam groß Gut damit und baute Zähringen sammt dem Schloß; da macht ihn der römische König, sein Schwäher, zu einem Herzogen von Zähringen. Der Herzog baute [[geo:Freiburg]] und andre umliegende Städte und Schlösser mehr; und wie er nun mächtig ward, zunahm an Gut, Gewalt und Ehre, hub er an und ward stolz und frevelhaft. | + | Als der König solches vernahm, willigte er ein, empfing die Last Silbers, und gab dem Köhler, den er zum Sohn annahm, die Tochter zur Ehe, und die Gegend des Landes darzu, wie er begehret hatte. Da hub der Sohn an und ließ sein Erz schmelzen, überkam groß Gut damit und baute Zähringen sammt dem Schloß; da macht ihn der römische König, sein Schwäher, zu einem Herzogen von Zähringen. Der Herzog baute Freiburg und andre umliegende Städte und Schlösser mehr; und wie er nun mächtig ward, zunahm an Gut, Gewalt und Ehre, hub er an und ward stolz und frevelhaft. |
| Eines Tages, so rief er seinen eignen Koch und gebot, daß er ihm einen jungen Knaben briete und zurichtete; denn ihn gelüste zu schmecken, wie gut Menschenfleisch wäre. Der Koch vollbrachte alles nach des Herrn Befehl und Willen, und da der Knab gebraten war und man ihn zu Tische trug dem Herrn, und er ihn sah vor sich stehen, da fiel Schrecken und Furcht in ihn, und empfand Reu und Leid um diese Sünde. Da ließ er zur Sühne zwei Klöster bauen, mit Namen das eine zu St. Ruprecht, und das andere zu St. Peter im [[region: | Eines Tages, so rief er seinen eignen Koch und gebot, daß er ihm einen jungen Knaben briete und zurichtete; denn ihn gelüste zu schmecken, wie gut Menschenfleisch wäre. Der Koch vollbrachte alles nach des Herrn Befehl und Willen, und da der Knab gebraten war und man ihn zu Tische trug dem Herrn, und er ihn sah vor sich stehen, da fiel Schrecken und Furcht in ihn, und empfand Reu und Leid um diese Sünde. Da ließ er zur Sühne zwei Klöster bauen, mit Namen das eine zu St. Ruprecht, und das andere zu St. Peter im [[region: | ||
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