sagen:grimmds2-523
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| Wann dann sein Weib genese, solle er das Kind bringen, und es die Herzogin für ihres ausgeben. Das geschah. Da war große Freude, und nannten das Kind Bundus. Nun hatten des Jägers Nachbarn zu derselben Nacht etwas ungeheures gehört, die fragten: was es gewesen wäre? Er sagte ihnen: seine Jagdhunde hätten gewelfet. | Wann dann sein Weib genese, solle er das Kind bringen, und es die Herzogin für ihres ausgeben. Das geschah. Da war große Freude, und nannten das Kind Bundus. Nun hatten des Jägers Nachbarn zu derselben Nacht etwas ungeheures gehört, die fragten: was es gewesen wäre? Er sagte ihnen: seine Jagdhunde hätten gewelfet. | ||
| - | Da der Knabe vierzehn Jahr alt war, da wollt er nun bei den Jägern seyn; und da er in dem zwei und zwanzigsten Jahr war, starb der alte Herzog; da wollten sie dem jungen eine Frau geben, die Herzogin von Geldern. Indem schlug der Jäger einen am Hof, und wurde in den Thurn gelegt; da kam des Jägers Weib, begehrte heimlich mit dem Herrn zu reden. Das trieb sie so ernstlich, daß sie der Herr ein hieß gehn, und jedermann hinaus. | + | Da der Knabe vierzehn Jahr alt war, da wollt er nun bei den Jägern seyn; und da er in dem zwei und zwanzigsten Jahr war, starb der alte Herzog; da wollten sie dem jungen eine Frau geben, die Herzogin von Geldern. Indem schlug der Jäger einen am Hof, und wurde in den Thurm gelegt; da kam des Jägers Weib, begehrte heimlich mit dem Herrn zu reden. Das trieb sie so ernstlich, daß sie der Herr ein hieß gehn, und jedermann hinaus. |
| - | Da fiel sie ihm um den Hals und sprach: herzlieber Sohn! und sagte ihm, daß der [[typ:Jäger]] sein Vater wäre, und wie es ein Gestalt hätte ganz überall. Da erschrak er von Herzen sehr, und besandte seinen Beichtvater; | + | Da fiel sie ihm um den Hals und sprach: herzlieber Sohn! und sagte ihm, daß der Jäger sein Vater wäre, und wie es ein Gestalt hätte ganz überall. Da erschrak er von Herzen sehr, und besandte seinen Beichtvater; |
| - | Herzog Bundus aber nahm viel Geld und einige liegende Güter, damit kam er ins Gotteshaus Altorf, diente Gott ernstlich neun und zwanzig Jahr. Und als er sterben wollte, besandte er Herzog Hugo und die mächtigsten Landesherren, | + | Herzog Bundus aber nahm viel Geld und einige liegende Güter, damit kam er ins Gotteshaus Altorf, diente Gott ernstlich neun und zwanzig Jahr. Und als er sterben wollte, besandte er Herzog Hugo und die mächtigsten Landesherren, |
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 237–238, 1818// | + | |
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