sagen:grimmds2-506
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| - | Als nun der edle Brennberger mannichfalt gesungen hatte von seiner schönen Frauen, da gewahrte es ihr Gemahl, ließ den [[typ:Ritter]] fahen und sagte: du hast meine Frau lieb, das geht dir an dein Leben! Und zur Stunde ward ihm das Haupt [[typ: | + | Als nun der edle Brennberger mannichfalt gesungen hatte von seiner schönen Frauen, da gewahrte es ihr Gemahl, ließ den Ritter fahen und sagte: du hast meine Frau lieb, das geht dir an dein Leben! Und zur Stunde ward ihm das Haupt abgehauen; sein Herz aber gebot der Herr auszuschneiden und zu kochen. Darauf wurde das Gericht der edlen Frau vorgestellt, |
| Da sprach der Herr: Frau, könnt ihr mich bescheiden, was ihr jetzund gegessen habt? Sie Frau antwortete: nein, ich weiß es nicht; aber ich möcht es wissen, denn es schmeckt mir schön. Er sprach: fürwahr, es ist Brennbergers Herz, deines Dieners, der dir viel Lust und Scherz brachte, und konnte dir wohl dein Leid vertreiben. Die Frau sagte: hab ich gegessen, das mir Leid vertrieben hat, so thu ich einen Trunk darauf zu dieser Stund, und sollte meiner armen Seele nimmer Rath werden; von Essen und Trinken kommt nimmer mehr in meinen Mund. | Da sprach der Herr: Frau, könnt ihr mich bescheiden, was ihr jetzund gegessen habt? Sie Frau antwortete: nein, ich weiß es nicht; aber ich möcht es wissen, denn es schmeckt mir schön. Er sprach: fürwahr, es ist Brennbergers Herz, deines Dieners, der dir viel Lust und Scherz brachte, und konnte dir wohl dein Leid vertreiben. Die Frau sagte: hab ich gegessen, das mir Leid vertrieben hat, so thu ich einen Trunk darauf zu dieser Stund, und sollte meiner armen Seele nimmer Rath werden; von Essen und Trinken kommt nimmer mehr in meinen Mund. | ||
| - | Und eilends stund sie auf, schloß sich in ihre Kammer und flehte die himmlische Königin um Hülfe an: es muß mich immer reuen um den treuen Brennberger, | + | Und eilends stund sie auf, schloß sich in ihre Kammer und flehte die himmlische Königin um Hülfe an: es muß mich immer reuen um den treuen Brennberger, |
| - | Von der Zeit an kam weder Speise noch Trank über der Frauen Mund; eilf Tage lebte sie, und am zwölften schied sie davon. Ihr Herr aber, aus Jammer, daß er sie so unehrlich verrathen, | + | Von der Zeit an kam weder Speise noch Trank über der Frauen Mund; eilf Tage lebte sie, und am zwölften schied sie davon. Ihr Herr aber, aus Jammer, daß er sie so unehrlich verrathen, stach sich mit einem Messer todt. |
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