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sagen:grimmds2-500

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     Vergl. Ioan. Trithemii chronicon hirsaug. II, 181. 182.     Vergl. Ioan. Trithemii chronicon hirsaug. II, 181. 182.
  
-[[vip:ludwigivhrr|Kaiser Ludwig der Baier]] ließ im Jahr 1337 den Landfriedensbrecher Diez Schwinburg, mit seinen vier Knechten gefangen in [[geo:München]] einbringen und zum Schwert verurtheilen. Da bat Diez die Richter, sie möchten ihn und seine [[typ:knecht|Knechte]] an eine Zeil, jeden acht Schuhe von einander stellen, und mit ihm die [[typ:köpfen|Enthauptung]] anfangen; dann wolle er aufstehen und vor den Knechten vorbei laufen, und vor so vielen er vorbei gelaufen, denen möchte das Leben begnadigt seyn. +[[vip:ludwigivhrr|Kaiser Ludwig der Baier]] ließ im Jahr 1337 den Landfriedensbrecher Diez Schwinburg, mit seinen vier Knechten gefangen in [[geo:München]] einbringen und zum Schwert verurtheilen. Da bat Diez die Richter, sie möchten ihn und seine Knechte an eine Zeil, jeden acht Schuhe von einander stellen, und mit ihm die Enthauptung anfangen; dann wolle er aufstehen und vor den Knechten vorbei laufen, und vor so vielen er vorbei gelaufen, denen möchte das Leben begnadigt seyn. 
  
-Als ihm dieses die [[typ:Richter]] [[typ:spott|spottweise]] gewährt, stellte er seine Knechte, je den liebsten am nächsten zu sich, kniete getrost nieder, und wie sein Haupt abgefallen, stand er alsbald auf, lief vor allen vier Knechten hinaus, fiel alsdann hin und blieb liegen. Die Richter getrauten sich doch den Knechten nichts zu thun, berichteten alles dem Kaiser und erlangten, daß den Knechten das Leben geschenkt wurde. +Als ihm dieses die Richter spottweise gewährt, stellte er seine Knechte, je den liebsten am nächsten zu sich, kniete getrost nieder, und wie sein Haupt abgefallen, stand er alsbald auf, lief vor allen vier Knechten hinaus, fiel alsdann hin und blieb liegen. Die Richter getrauten sich doch den Knechten nichts zu thun, berichteten alles dem Kaiser und erlangten, daß den Knechten das Leben geschenkt wurde. 
  
 //Quellen: // //Quellen: //
   * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 2, S. 203-204, 1818//   * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 2, S. 203-204, 1818//
-  * //[[https://de.wikisource.org/wiki/Deutsche_Sagen_(Br%C3%BCder_Grimm,_Band_1)|Wikisource]]// 
  
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sagen/grimmds2-500.1696947507.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)