sagen:grimmds2-475
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| + | ====== Der Rammelsberg ====== | ||
| + | (Sage des Monats Juli 2020) | ||
| + | Melissantes u. d. W. | ||
| + | Bange, thür. Chron. 33b. | ||
| + | Fischart’s Gargantua c. 15. fol. 133a. | ||
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| + | Zur Zeit [[vip: | ||
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| + | Als sein Herr, der Jäger Ramm, von der Verfolgung des Wildes zurückkehrte, | ||
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| + | Des Jägers Frau nannte sich Gosa, und von ihr empfing die Stadt Goslar, die nahe bei dem Berg gebaut wurde, ihren Namen. Das Flüßchen, das durch die Stadt rinnt, heißt ebenfalls Gose, deßgleichen das daraus gebraute Weißbier. Der Jäger wurde in der Augustins - Capelle begraben, und auf dem Leichenstein mit seiner Frau in Lebensgröße ausgehauen; Rammel trägt in der Rechten ein Schwert über sich, und Gosa eine Krone auf dem Haupt. | ||
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| + | Nach andern hat nicht der Jäger, sondern eines Jungherrn Pferd Rammel geheißen, das man ein Mal an dem Berge anband, wo es so rammelte und stampfte, daß seine wohl geschärften Hufeisennägel eine Goldader bloß machten. | ||
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| + | Noch sieht man auf dem Rammelsberge einen Brunnen, der Kinderbrunnen genannt, worauf zwei steingehauene Kinder stehen; daher, weil unter [[vip: | ||
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| + | Kaiser Otto soll auf dem Berg oben an dem Platz, Namens Werl, ein Schloß oder einen Saal gehabt haben, vor dem er einst einem gefangenen König das Haupt abschlagen ließ.((Der Bergbau am Rammelsberg wurde erstmals um 968 von Widukind von Corvey in seiner Res gestae Saxonicae erwähnt. Demnach habe Otto der Große „im Sachsenland Silberadern eröffnet“ („in Saxonia venas argenti aperuit“). )) | ||
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| + | Späterhin schlug das Bergwerk ein Mal ein, und verdarb so viel Arbeiter, daß vierthalb Hundert Witwen vor dem Berge standen, und ihre Männer klagten; darauf lagen die Gruben Hundert Jahr still, und Goslar wurde so einsam, daß in allen Straßen hohes Gras wuchs.((Anmerkung Sagenwiki: Im Jahre 1376 ereignete sich am Rammelsberg ein Grubenunglück, | ||
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| + | In den Rammelsberg soll mehr Holz verbaut seyn, als in die Städte [[geo: | ||
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| + | De Ramelsburgk hefft enen gulden Font, \\ | ||
| + | drumb tragen wi en stolten Mont etc. | ||
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