sagen:grimmds2-473
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| Auf dem Hofthurm der Stadt [[geo: | Auf dem Hofthurm der Stadt [[geo: | ||
| - | Zur Zeit, als die [[typ:Heiden]] oder [[volk: | + | Zur Zeit, als die Heiden oder [[volk: |
| - | Der Kaiser wählte den Marschall von Calatin ([[familie: | + | Der Kaiser wählte den Marschall von Calatin ([[familie:vonpappenheim|Pappenheim]]) zu seinem Kämpfer, der den Auftrag freudig übernahm, und nachsann, wie er den Sieg gewiß erringen möchte. Indem trat ein unbekannter Mann zu ihm und sprach: „was sinnst du? ich sage dir, daß du nicht für den Kaiser fechten sollst, sondern ein Schuster aus Henfwil (später Lauingen) ist dazu ausersehen.“ Der Calatin versetzte: „wer bist du? wie dürfte ich die Ehre dieses Kampfes von mir ablehnen? |
| - | Mit diesen Worten zog er den Däumling von der Hand und gab ihn dem [[typ:Marschall]], welcher ungesäumt damit zum Kaiser ging und den ganzen Vorfall erzählte. Hierauf wurde beschlossen, | + | Mit diesen Worten zog er den Däumling von der Hand und gab ihn dem Marschall, welcher ungesäumt damit zum Kaiser ging und den ganzen Vorfall erzählte. Hierauf wurde beschlossen, |
| Der Schuster bat erstens um eine Wiese in der Nähe von Lauingen, daß diese der Stadt als Gemeingut gegeben würde. Zweitens, daß die Stadt mit rothem Wachs siegeln dürfte (welches sonst keinem mittelbaren Ort verstattet war). Drittens, daß die Herrn von Calatin eine Möhrin als Helmkleinod führen dürften. Alles würde ihm bewilligt, und der Daumen St. Georgs sorgfältig von den Pappenheimern aufbewahrt, die eine Hälfte in Gold gefaßt zu Kaisheim, die andre zu Pappenheim. | Der Schuster bat erstens um eine Wiese in der Nähe von Lauingen, daß diese der Stadt als Gemeingut gegeben würde. Zweitens, daß die Stadt mit rothem Wachs siegeln dürfte (welches sonst keinem mittelbaren Ort verstattet war). Drittens, daß die Herrn von Calatin eine Möhrin als Helmkleinod führen dürften. Alles würde ihm bewilligt, und der Daumen St. Georgs sorgfältig von den Pappenheimern aufbewahrt, die eine Hälfte in Gold gefaßt zu Kaisheim, die andre zu Pappenheim. | ||
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