sagen:grimmds2-405
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| Hans Sachs, Buch IV. Kemptn. Ausg. Bl. 130–132. | Hans Sachs, Buch IV. Kemptn. Ausg. Bl. 130–132. | ||
| - | Eines Tages wandelte [[vip: | + | Eines Tages wandelte [[vip: |
| Der Edelmann geleitete Theodelinden heim; seit der Zeit war ihr Herz traurig und betrübt, doch sagte sie niemand, was ihr geschehen war. Hierauf brachte sie ein Kind zur Welt, rauch und schwarz und rothäugig, gleich seinem Vater; Agilulf erschrak innig, daß er einen solchen Sohn erzeugt hätte, doch ließ er ihn sorgfältig auferziehen. | Der Edelmann geleitete Theodelinden heim; seit der Zeit war ihr Herz traurig und betrübt, doch sagte sie niemand, was ihr geschehen war. Hierauf brachte sie ein Kind zur Welt, rauch und schwarz und rothäugig, gleich seinem Vater; Agilulf erschrak innig, daß er einen solchen Sohn erzeugt hätte, doch ließ er ihn sorgfältig auferziehen. | ||
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| Das Kind wuchs auf, und war bös und tückisch, andern Kindern griff es mit Fingern die Augen aus, oder zerbrach ihnen Arm und Beine, daß sich jeder vor ihm hütete, wie vor dem leidigen Teufel. Und als es älter wurde, schwächte es Frauen und Jungfrauen, und tödtete die Männer; da zürnte der edle König, und dachte es mit Worten zu strafen, aber es wehrte sich, und schlug auf seinen Vater selber los, daß es ihn beinahe umgebracht hätte; seit der Zeit strebte es ihm und des Königs rechtem ehelichem Sohne nach dem Leben. | Das Kind wuchs auf, und war bös und tückisch, andern Kindern griff es mit Fingern die Augen aus, oder zerbrach ihnen Arm und Beine, daß sich jeder vor ihm hütete, wie vor dem leidigen Teufel. Und als es älter wurde, schwächte es Frauen und Jungfrauen, und tödtete die Männer; da zürnte der edle König, und dachte es mit Worten zu strafen, aber es wehrte sich, und schlug auf seinen Vater selber los, daß es ihn beinahe umgebracht hätte; seit der Zeit strebte es ihm und des Königs rechtem ehelichem Sohne nach dem Leben. | ||
| - | Dieser Teufel kann Nimmermehr mein Kind seyn, dachte der [[vip: | + | Dieser Teufel kann Nimmermehr mein Kind seyn, dachte der [[vip: |
| Die Königin bat um Gnade, und sagte: „wie sie vor Jahren am Gestade des Meeres gegangen, sey ein scheußliches Meerwunder hervorgesprungen, | Die Königin bat um Gnade, und sagte: „wie sie vor Jahren am Gestade des Meeres gegangen, sey ein scheußliches Meerwunder hervorgesprungen, | ||
| - | Da ging die Frau, zierlich gekleidet, hin an des Meeres Flut; der König aber und sein Sohn bargen sich mit Waffen im Gesträuche. Nicht lange lag sie da, als das Meerwunder aus den Wellen sprang und auf sie zu lief; in demselben Augenblicke wurde es vom König und seinem Sohne überfallen, | + | Da ging die Frau, zierlich gekleidet, hin an des Meeres Flut; der König aber und sein Sohn bargen sich mit Waffen im Gesträuche. Nicht lange lag sie da, als das Meerwunder aus den Wellen sprang und auf sie zu lief; in demselben Augenblicke wurde es vom König und seinem Sohne überfallen, |
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