sagen:grimmds2-372
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| - | Die Römer aus schändlichem | + | Die Römer aus schändlichem Geiz feilschten ihnen Schaf- und Ochsenfleisch, |
| - | Dieser kam arglos mit kleinem Gefolge; als er inwendig speiste, drang das Geschrei von Sterbenden zu seinem Ohr. In einer andern Abtheilung der Wohnung, wo Alatheus und Safrach speisten, waren Römer über sie gefallen und wollten sie morden. Da erkannte Fridigern sogleich den Verrath, zog das Schwert mitten am [[typ:Gastmahl]], und verwegen und schnell eilte er seinen Gesellen zur Hülfe. | + | Dieser kam arglos mit kleinem Gefolge; als er inwendig speiste, drang das Geschrei von Sterbenden zu seinem Ohr. In einer andern Abtheilung der Wohnung, wo Alatheus und Safrach speisten, waren Römer über sie gefallen und wollten sie morden. Da erkannte Fridigern sogleich den Verrath, zog das Schwert mitten am Gastmahl, und verwegen und schnell eilte er seinen Gesellen zur Hülfe. |
| - | Glücklich rettete er noch ihr Leben, und nun rief er alle Gothen zur Vernichtung der Römer auf, denen es erwünscht war, lieber in der [[typ:Schlacht]] als vor [[typ:Hunger]] zu fallen. Dieser Tag machte dem Hunger der Gothen und der ruhigen Herrschaft der Römer ein Ende, und die Gothen walteten in dem Lande, das sie besetzt hatten, nicht wie Ankömmlinge und Fremde, sondern wie Herren und Herrscher.((Die Schlacht von Adrianopel am 9. August 378 war mit ungefähr 20.000 Toten die schwerste Niederlage der Römer gegen germanische Krieger seit der Varusschlacht (9 n. Chr.). Adrianopel ist heute Edirne, die nordwestlichste Großstadt der Türkei. In der Schlacht, in der Kaiser Valens fiel, unterlag das oströmische Heer den „Westgoten“ (genauer gesagt handelte es sich dabei um die terwingischen Goten, die nicht deckungsgleich mit den späteren Westgoten sind), die auf der Flucht vor den Hunnen auf dem Gebiet des Römischen Reichs einen neuen Siedlungsraum gesucht hatten, von den Römern aufgenommen worden waren, aber schließlich gegen diese rebellierten [[https:// | + | Glücklich rettete er noch ihr Leben, und nun rief er alle Gothen zur Vernichtung der Römer auf, denen es erwünscht war, lieber in der Schlacht als vor Hunger zu fallen. Dieser Tag machte dem Hunger der Gothen und der ruhigen Herrschaft der Römer ein Ende, und die Gothen walteten in dem Lande, das sie besetzt hatten, nicht wie Ankömmlinge und Fremde, sondern wie Herren und Herrscher.((Anmerkung Sagenwiki: |
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