sagen:grimmds1-356
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| + | ====== Der Altar zu Seefeld ====== | ||
| + | Von dem hoch und weitberühmten Wunderzeichen, | ||
| + | im Jahr 1384, zugetragen. | ||
| + | Dillingen. 1580. und Innsbr. 1603. 4. | ||
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| + | Kaum hatte er sie empfangen, so hub der steinharte Grund vor dem Altaran, unter seinen Füßen zu wanken. In der Angst suchte er sich mit beiden Händen am eisernen Geländer zu halten, aber es gab nach, als ob es von Wachs wäre, also daß sich die Fugen seiner Faust deutlich ins Eisen drückten. Ehe der Ritter ganz versank, ergriff ihn die Reue, der Priester nahm ihm die Hostie wieder aus dem Mund, welche sich, wie sie des Sünders Zunge berührt, alsbald mit, Blut überzogen hatte. Bald darauf stiftete er an der Stätte ein Kloster und wurde selbst als Laie hineingenommen. Noch heute ist der Griff auf dem Eisen zu sehen und von der ganzen Geschichte ein Gemählde vorhanden. | ||
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| + | Seine Frau, als sie von dem heimkehrenden Volk erfuhr, was sich in der Kirche zugetragen, glaubte nicht daran, sondern sprach: „das ist so wenig wahr, als aus dem dürren und verfaulten Stock da Rosen blühen können.“ Aber Gott gab ein Zeichen seiner Allmacht und alsbald grünte der trockne Stock und kamen schöne Rosen, aber schneeweiße, | ||
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