sagen:grimmds1-351
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| > Sage des Monats Dezember 2023 | > Sage des Monats Dezember 2023 | ||
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| Notburga, eine heilige Magd auf dem Schloß Rottenburg. Auf öffentl. Schaubühne vorgestellt den 17. Septbr. 1738. | Notburga, eine heilige Magd auf dem Schloß Rottenburg. Auf öffentl. Schaubühne vorgestellt den 17. Septbr. 1738. | ||
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| Miscellen für die neuste Weltkunde 1810 Nr. 44. | Miscellen für die neuste Weltkunde 1810 Nr. 44. | ||
| - | Im untern Innthale [[region: | + | Im untern Innthale [[region: |
| - | Es begab sich zu armen Bauersleuten auf den nah gelegenen Berg Eben; Gott aber [[typ: | + | Es begab sich zu armen Bauersleuten auf den nah gelegenen Berg Eben; Gott aber strafte die böse Frau auf Rottenburg mit einem jähen Tod. Der Mann fühlte nun das der Notburga angethane Unrecht und holte sie von dem Berge Eben wieder zu sich nach Rottenburg, wo sie ein frommes Leben führte, bis die [[wesen:Engel]] kamen und sie in den Himmel abholten. Zwei Ochsen trugen ihren Leichnam über den Innstrom und obgleich sein Wasser sonst wild tobt, so war er doch, als die Heilige sich näherte, ganz sanft und still. Sie wurde in der Capelle des heil. Ruprecht beigesetzt.((Anmerkung Sagenwiki: Weitere informationen zur Notburga von Rattenberg gibt es [[https:// |
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| - | In der Nacht darauf, als der Mond aufgegangen war, rief sie einen treuen | + | In der Nacht darauf, als der Mond aufgegangen war, rief sie einen treuen Diener und sprach zu ihm: „führe mich die Waldhöhe hinüber noch der Capelle St. Michael, da will ich, verborgen vor meinem Vater, im Dienste Gottes das Leben beschließen. Als sie auf der Hohe waren, rauschten die Blätter und ein schneeweißer Hirsch kam herzu und stand neben Notburga still. Da setzte sie sich auf seinen Rücken, hielt sich an sein Geweih und ward schnell von ihm fortgetragen. Der Diener sah, wie der Hirsch mit ihr über den Neckar leicht und sicher hinüberschwamm und drüben verschwand. |
| - | Am andern Morgen, als der König seine Tochter nicht fand, ließ er sie überall suchen und schickte Boten nach allen Gegenden aus, aber sie kehrten zurück, ohne eine Spur gefunden zu haben; und der treue Diener wollte sie nicht verrathen. Aber als es Mittagszeit war, kam der weiße Hirsch auf Hornberg zu ihm und als er ihm [[typ:Brot]] reichen wollte, neigte er seinen Kopf, damit er es ihm an das Geweih stecken mögte. Dann sprang er fort und brachte es der Notburga hinaus in die Wildniß und so kam er jeden Tag und erhielt Speise für sie; viele sahen es, aber niemand wußte, was es zu bedeuten hatte, als der treue Diener. | + | Am andern Morgen, als der König seine Tochter nicht fand, ließ er sie überall suchen und schickte Boten nach allen Gegenden aus, aber sie kehrten zurück, ohne eine Spur gefunden zu haben; und der treue Diener wollte sie nicht verrathen. Aber als es Mittagszeit war, kam der weiße Hirsch auf Hornberg zu ihm und als er ihm Brot reichen wollte, neigte er seinen Kopf, damit er es ihm an das Geweih stecken mögte. Dann sprang er fort und brachte es der Notburga hinaus in die Wildniß und so kam er jeden Tag und erhielt Speise für sie; viele sahen es, aber niemand wußte, was es zu bedeuten hatte, als der treue Diener. |
| - | Endlich bemerkte der König den weißen Hirsch und zwang dem Alten das Geheimniß ab. Andern Tags zur Mittagszeit setzte er sich zu Pferd und als der Hirsch wieder die Speise zu holen kam und damit forteilte, jagte er ihm nach, durch den Fluß hindurch, bis zu einer Felsenhöhle, | + | Endlich bemerkte der König den weißen Hirsch und zwang dem Alten das Geheimniß ab. Andern Tags zur Mittagszeit setzte er sich zu Pferd und als der Hirsch wieder die Speise zu holen kam und damit forteilte, jagte er ihm nach, durch den Fluß hindurch, bis zu einer Felsenhöhle, |
| - | Da sie vom Sonnenlicht nicht mehr berührt worden, war sie todtenblaß, | + | Da sie vom Sonnenlicht nicht mehr berührt worden, war sie todtenblaß, |
| - | Als die Leute hörten, was geschehen war, verehrten sie Notburga als eine Heilige. Büßende Sünder schickte der [[typ:Einsiedler]] bei der St. Michael-Capelle, | + | Als die Leute hörten, was geschehen war, verehrten sie Notburga als eine Heilige. Büßende Sünder schickte der Einsiedler bei der St. Michael-Capelle, |
| - | Zwei schneeweiße | + | Zwei schneeweiße Stiere, die noch kein Joch auf dem Nacken gehabt, trugen sie über den Fluß ohne die Hufe zu benetzen und die Glocken in den nahliegenden Kirchen fingen von selbst an zu läuten. So ward der Leichnam zur St. Michael-Capelle gebracht und dort begraben. In der Kirche des Dorfs [[geo: |
| - | Nach einer andern Erzählung war es [[vip: | + | Nach einer andern Erzählung war es [[vip: |
| - | Hier geschehen noch viele Wunder. Das [[typ:Bild]] der Schlange befindet sich gleichfalls an dem [[typ: | + | Hier geschehen noch viele Wunder. Das Bild der Schlange befindet sich gleichfalls an dem [[typ: |
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