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sagen:grimmds1-135

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     Prätorius Weltbeschr. I. 591–593.     Prätorius Weltbeschr. I. 591–593.
  
-Man findet hin und wieder greuliche Steine, worin die Male von Händen und Füßen eingedrückt sind und wovon die Sage ist, dieses rühre von [[typ:reise|Riesen]] her, die sich vor Alters damit geworfen, oder darauf gestanden. Ein solcher [[typ:Stein]] liegt zu [[geo:Leipzig]] beim Kuhthurm am Wege und die Spur einer großen Hand mit sechs Fingern steht daraufgedruckt. Ein anderer großer Stein ist auf dem Wege von Leipzig nach dem Dorf [[geo:thekla|Hohentiegel]] zu finden, dem Dorfe näher als der Stadt, darauf man ein Schmarre sieht, als wäre sie mit einem Schlachtschwerte eingehauen.+Man findet hin und wieder greuliche Steine, worin die Male von Händen und Füßen eingedrückt sind und wovon die Sage ist, dieses rühre von [[wesen:riese|Riesen]] her, die sich vor Alters damit geworfen, oder darauf gestanden. Ein solcher Stein liegt zu [[geo:Leipzig]] beim Kuhthurm am Wege und die Spur einer großen Hand mit sechs Fingern steht daraufgedruckt. Ein anderer großer Stein ist auf dem Wege von Leipzig nach dem Dorf [[geo:thekla|Hohentiegel]] zu finden, dem Dorfe näher als der Stadt, darauf man ein Schmarre sieht, als wäre sie mit einem Schlachtschwerte eingehauen.
  
-Als [[geo:Salzwedel]] vor uralters hart [[typ:belagerung|belagert]] wurde von einem grausamen Feind, der sie doch nicht einbekommen mochte, weil Engel auf der Stadtmauer hin und hergegangen, die Pfeile auffingen und die Stadt behüteten; da erbitterte der Feldherr und wie im Lager ein großer Stein vor ihm lag, zog er sein Schlachtschwert und sprach: „soll ich die Stadt nicht gewinnen, so gebe Gott, daß ich in diesen Stein haue, wie in einen Butterweck.“ Als er nun hieb, gab der Stein nach, als ob er ganz weich wäre. +Als [[geo:Salzwedel]] vor uralters hart belagert wurde von einem grausamen Feind, der sie doch nicht einbekommen mochte, weil Engel auf der Stadtmauer hin und hergegangen, die Pfeile auffingen und die Stadt behüteten; da erbitterte der Feldherr und wie im Lager ein großer Stein vor ihm lag, zog er sein Schlachtschwert und sprach: „soll ich die Stadt nicht gewinnen, so gebe Gott, daß ich in diesen Stein haue, wie in einen Butterweck.“ Als er nun hieb, gab der Stein nach, als ob er ganz weich wäre. 
  
-Dieser Stein wurde dem [[autor:Prätorius]] an derselben Stelle im Jahr 1649 gezeigt, auf dem Wege zwischen [[geo:Salzwedel]] und Tielsen, und er betastete ihn und sah mit eigenen Augen die tiefe Spalte, die er durch die Mitte hatte. +Dieser Stein wurde dem [[autor:Prätorius]] an derselben Stelle im Jahr 1649 gezeigt, auf dem Wege zwischen Salzwedel und Tielsen, und er betastete ihn und sah mit eigenen Augen die tiefe Spalte, die er durch die Mitte hatte. 
  
 //Quellen: // //Quellen: //
   * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 205–206, 1816//   * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 205–206, 1816//
-  * //[[http://www.zeno.org/Literatur/M/Grimm,+Jacob+und+Wilhelm/Sagen/Deutsche+Sagen|www.Zeno.org]]// 
-  * //[[https://de.wikisource.org/wiki/Deutsche_Sagen_(Br%C3%BCder_Grimm,_Band_1)|Wikisource]]// 
  
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-{{tag>sagen grimm deutschesagen1 prätorius weltbeschreibung 1649 stein riese schwert belagerung salzwedel leipzig thekla}}+{{tag>sagen grimm deutschesagen1 prätorius weltbeschreibung 1649 stein riese schwert belagerung salzwedel leipzig thekla v2}}
sagen/grimmds1-135.1700144853.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)