sagen:grimmds1-122
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| - | Vor hundert und mehr Jahren lebte in dem münsterischen Stift [[geo: | + | Vor hundert und mehr Jahren lebte in dem münsterischen Stift [[geo: |
| - | Sobald sie die Augen schloß, zersprang die [[typ:Glocke]] und bald darauf fing sie an, in der Abtei zu spuken. Als eines Tags die Mägde in der Küche saßen und Vizebohnen schnitten, fuhr sie mit Gebraus zwischen ihnen her, gerade wie sie sonst leibte und lebte und rief: „schniet ju nich in de Finger, schniet ju nich in de Finger!“ und gingen die Mägde zur [[typ:Milch]], so saß Jungfer Eli auf dem Stege und wollte sie nicht vorbeilassen, | + | Sobald sie die Augen schloß, zersprang die Glocke und bald darauf fing sie an, in der Abtei zu spuken. Als eines Tags die Mägde in der Küche saßen und Vizebohnen schnitten, fuhr sie mit Gebraus zwischen ihnen her, gerade wie sie sonst leibte und lebte und rief: „schniet ju nich in de Finger, schniet ju nich in de Finger!“ und gingen die Mägde zur Milch, so saß Jungfer Eli auf dem Stege und wollte sie nicht vorbeilassen, |
| - | Auch die Knechte sahen sie, wenn sie Holz haueten, da flog sie immer von einem Baumzweig im Wald zum andern. Nachts polterte sie im Hause herum, warf Töpfe und Schüsseln durcheinander und störte die Leute aus dem Schlaf. Endlich erschien sie auch der Abtissin selbst auf dem Wege nach [[geo: | + | Auch die Knechte sahen sie, wenn sie Holz haueten, da flog sie immer von einem Baumzweig im Wald zum andern. Nachts polterte sie im Hause herum, warf Töpfe und Schüsseln durcheinander und störte die Leute aus dem Schlaf. Endlich erschien sie auch der Abtissin selbst auf dem Wege nach [[geo: |
| - | Jungfer Eli wollte sich aber nicht abweisen lassen. Da warf die Abtissin einen Handschuh aus dem [[typ:Wagen]] und befahl ihr, den wieder aufzuheben und während sie sich bückte, trieb die Abtissin den [[typ:Fuhrmann]] an und sprach: „fahr zu, so schnell du kannst und wenn auch die Pferde drüber zu Grunde gehen.“ So jagte der Fuhrmann und sie kamen glücklich nach Warendorf. Die Abtissin endlich, des vielen Lärmens überdrüssig, | + | Jungfer Eli wollte sich aber nicht abweisen lassen. Da warf die Abtissin einen Handschuh aus dem Wagen und befahl ihr, den wieder aufzuheben und während sie sich bückte, trieb die Abtissin den Fuhrmann an und sprach: „fahr zu, so schnell du kannst und wenn auch die Pferde drüber zu Grunde gehen.“ So jagte der Fuhrmann und sie kamen glücklich nach Warendorf. Die Abtissin endlich, des vielen Lärmens überdrüssig, |
| Die Geistlichen versammelten sich auf dem Herren-Chor und fingen an, das Gespenst zu citiren, allein sie wollte nicht erscheinen und eine Stimme rief: „he kickt, he kickt!“ Da sprach die Geistlichkeit: | Die Geistlichen versammelten sich auf dem Herren-Chor und fingen an, das Gespenst zu citiren, allein sie wollte nicht erscheinen und eine Stimme rief: „he kickt, he kickt!“ Da sprach die Geistlichkeit: | ||
| - | Die Davert ist aber ein Wald im [[region: | + | Die Davert ist aber ein Wald im [[region: |
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| - | Alle Jahr einmal fahrt nun noch, wie die Sage geht, Jungfer Eli über die Abtei zu Fleckenhorst mit schrecklichem [[typ: | + | |
| + | Alle Jahr einmal fahrt nun noch, wie die Sage geht, Jungfer Eli über die Abtei zu Fleckenhorst mit schrecklichem Gebraus und schlägt einige Fensterscheiben ein oder dergleichen und alle vier Hochzeiten kommt sie wieder einen Hahnenschritt näher. | ||
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