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sagen:grimmds1-024

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-====== Der verzauberte König zu Schildheiß ======+====== Der Birnbaum auf dem Walserfeld ======
  
-    Volksbuch vom Ritter Eginhard. S. 42 ff.+    Brixener Volksbuch vom Untersberg S. 38. 39.
  
-Das alte Schloß Schildheiß, in einer wüsten Wald- und Berggegend von [[region:sudeten|Deutschböhmen]] sollte aufs neue gebaut und wiederhergestellt werden. Als die Werkmeister und Bauleute die Trümmer und Grundfesten untersuchten, fanden sie Gänge, Keller und Gewölbe unter der Erden in großer Menge, mehr als sie gedacht, in einem Gewölbe saß ein gewaltiger König im Sessel, glänzend und schimmernd von [[typ:edelstein|Edelgestein]] und ihm zur Rechten stund unbeweglich eine holdselige [[typ:Jungfrau]], die hielt dem König das Haupt, gleich als ruhete es drinnen+Bei [[geo:Salzburg]] auf dem sogenannten [[region:Walserfeld]] soll dermaleinst eine schreckliche Schlacht geschehenwo alles hinzulaufen und ein so furchtbares Blutbad seyn wird, daß den Streitenden das Blut vom Fußboden in die Schuh rinnt. Da werden die bösen von den guten Menschen erschlagen werden
  
-Als sie nun vorwitzig und beutegierig näher traten, wandelte sich die [[typ:Jungfrau]] in eine [[typ:Schlange]]die [[typ:Feuer]] spie, so daß alle weichen mußten. Sie berichteten aber ihren Herrn von der Begebenheitwelcher alsbald vor das bezeichnete Gewölbe ging und die Jungfrau bitterlich seufzen hörte. Nachher trat er mit seinem Hund in die Höhlein der sich Feuer und Rauch erzeigteso daß der Ritter etwas zurückwich und seinen [[typ:Hund]] der vorausgelaufen warfür verloren hielt +Auf diesem Walserfeld steht ein ausgedorrter Birnbaum((Der Baum tritt erstmals 1564 urkundlich in Erscheinung. Ein gewisser Lazarus Gitschnerehemaliger Knecht des Stadtschreibers von Reichenhallsoll auf seinem Sterbebett berichtet habeneinst habe ihm ein Mönch das Innere des Unterberges gezeigt und auf den Birnbaum hingewiesenbei dem einmal eine große Schlacht stattfinden werde. Damals dürfte also schon ein markanter Baum am Walserfeld gestanden haben. [[https://de.wikipedia.org/wiki/Birnbaum_auf_dem_Walserfeld|Wikipedia]])) zum Angedenken dieser letz­ten Schlacht; schon dreimal wurde er umgehauenaber seine Wurzel schlug immer aus, daß er wiederum anfing zu grünen und ein vollkommner Baum wardViele Jahre bleibt er noch dürr stehenwann er aber zu grü­nen anhebt, wird die gräuliche Schlacht bald eintreten und wann er Früchte trägtwird sie anhebenDann wird der Baierfürst seinen Wappenschild daran aufhän­gen und niemand wissenwas es zu bedeuten hat
- +
-Das Feuer verlosch und wie er sich von neuem nähertesah er daß die [[typ:Jungfrau]] seinen Hund unbeschädigt im Arme hielt und eine Schrift an der Wanddie ihm Verderben drohteSein Muth trieb ihn aber nachher dennoch andas Abentheuer zu wagen und er wurde von den Flammen verschlungen+
  
 //Quellen: // //Quellen: //
-  * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 31, 1816// +  * //[[autor:grimm|Brüder Grimm]], [[buch:grimmds|Deutsche Sagen]], Band 1, S. 30, 1816//
-  * //[[http://www.zeno.org/Literatur/M/Grimm,+Jacob+und+Wilhelm/Sagen/Deutsche+Sagen|www.Zeno.org]]// +
-  * //[[https://de.wikisource.org/wiki/Deutsche_Sagen_(Br%C3%BCder_Grimm,_Band_1)|Wikisource]]//+
  
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-{{tag>sagen grimm deutschesagen1 sudeten ruine jungfrau schlange feuer hund edelstein verbrennen}}+{{tag>sagen grimm deutschesagen1 brixener salzburg schlacht birnbaum walserfeld schlachtfeld v2}}
sagen/grimmds1-024.1687783286.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)