sagen:graessesachsena100
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:graessesachsena100 [2023/03/28 18:00] – angelegt ewusch | sagen:graessesachsena100 [2025/01/30 17:52] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| - | [[capitel: | + | **[[capitel: |
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Der Stadtpfeifer von Orlamünde ====== | ||
| + | |||
| + | S. Greß a. a. O. S. 116 fgg. | ||
| + | Bechstein, Deutsches Sagenbuch S. 488. | ||
| + | |||
| + | Zu [[geo: | ||
| + | |||
| + | Nun war einmal dieser Hausmann mit seinen Leuten zu Heilingen, nach Andern in einem Dorfe unter Schauenforst gewesen und hatte bei einer Hochzeit aufgespielt. Sie waren sehr gut bewirthet worden und zogen daher, als der Tag grauete, fröhlich und wohlgemuth am alten Schloß vorbei. Da sprach der Hausmann: „wir wollen doch heute den neuen Tag – es hatte eben auf dem Thurme im Städtchen 12 Uhr geschlagen – mit einem Morgenliede anblasen und zugleich dem weißen Fräulein da oben eins ausspielen!“ Sie stellten sich also auf und bliesen mit frommem Sinne frisch darauf los. | ||
| + | |||
| + | Noch waren sie aber mit ihrem Choral nicht fertig, da trat das [[wesen: | ||
| + | |||
| + | Da kam das Fräulein zum zweiten Mal, reichte ihnen aber auf dem Teller eine Anzahl Knochen dar. Mochten sie da auch große Augen machen, es hatte doch Keiner das Herz, die wunderliche Gabe auszuschlagen. Sobald sie aber den Thurm aus den Augen hatten, warfen die Gesellen ihren Theil in den nächsten Kornacker. Ehrbar aber hatte der Hausmann seinen Knochen in die Tasche gesteckt und so wurde er bei seiner Heimkehr mit dem Rocke in den Kleiderschrank gehängt. | ||
| + | |||
| + | Am nächsten Sonntag verlangte nun Hausmann seinen Staatsrock, die Frau holte ihn, fragte ihn aber: „was hast Du denn hineingesteckt, | ||
| + | |||
| + | Als sie sie aber aus der Tasche zogen, hatte Jeder ein Stück beinerne Flöte. Da konnten sie sich nun selbst etwas pfeifen und davon kommt die Redensart: „es ist einem etwas Flöten gegangen“((Die Redensart wird richtiger aus dem plattdeutschen Worte „Fleeten d. h. fließen“ erklärt.)). | ||
| + | |||
| + | //Quelle: [[autor: | ||
| + | ---- | ||
| + | {{tag> | ||
| - | [[autor: | ||
sagen/graessesachsena100.1680019228.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
