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sagen:graessesachsena098

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 Er selbst sagt, er sei froh gewesen, daß man ihn nicht mit Steinen und Koth beworfen habe, denn man habe ihm als Reisesegen die Worte nachgerufen: „fahr hin in tausend Teufel Namen, daß Du den Hals brächest, ehe Du zur Stadt hinaus kömmst!“ Er selbst sagt, er sei froh gewesen, daß man ihn nicht mit Steinen und Koth beworfen habe, denn man habe ihm als Reisesegen die Worte nachgerufen: „fahr hin in tausend Teufel Namen, daß Du den Hals brächest, ehe Du zur Stadt hinaus kömmst!“
  
-Wegen dieses Benehmens gegen Luther erließ nun der [[vip:friedrichderweise|Churfürst]] einen scharfen Verweis gegen den Stadtrath, Karlstadt aber mußte die Stadt verlassen. +Wegen dieses Benehmens gegen Luther erließ nun der [[vip:friedrichiiisachsen|Churfürst]] einen scharfen Verweis gegen den Stadtrath, Karlstadt aber mußte die Stadt verlassen. 
  
 Man erzählt nun, Luther habe im Zorn gegen die ungastliche Stadt den schweren Fluch gegen dieselbe ausgestoßen, es sollten fortan alle Brunnen in ihr versiegen, auch die Einwohner alles Wasser mit Mühe den steilen Berg hinaufschleppen, auch weil gerade Jahrmarkt daselbst und sehr schlechtes Wetter gewesen war, es so bei allen Orlamünder Jahrmärkten sein.  Man erzählt nun, Luther habe im Zorn gegen die ungastliche Stadt den schweren Fluch gegen dieselbe ausgestoßen, es sollten fortan alle Brunnen in ihr versiegen, auch die Einwohner alles Wasser mit Mühe den steilen Berg hinaufschleppen, auch weil gerade Jahrmarkt daselbst und sehr schlechtes Wetter gewesen war, es so bei allen Orlamünder Jahrmärkten sein. 
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 Allein obwohl noch heute der auf der Mitte des Weges nach der Stadt befindliche sogenannte Luthersbrunnen versiegt und versandet ist, sodaß viele Bewohner der Stadt von jenem beschwerlichen Wasserholen an Kröpfen litten, so hat doch gegenwärtig jener Fluch, wenn er überhaupt ausgesprochen ward, keine Bedeutung mehr, da die Stadt sich lange schon einer vortrefflichen Wasserleitung erfreut.  Allein obwohl noch heute der auf der Mitte des Weges nach der Stadt befindliche sogenannte Luthersbrunnen versiegt und versandet ist, sodaß viele Bewohner der Stadt von jenem beschwerlichen Wasserholen an Kröpfen litten, so hat doch gegenwärtig jener Fluch, wenn er überhaupt ausgesprochen ward, keine Bedeutung mehr, da die Stadt sich lange schon einer vortrefflichen Wasserleitung erfreut. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 401–403, 1874; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_401.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 401–403, 1874//
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sagen/graessesachsena098.1705573898.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)