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sagen:graessesachsena027

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-Sonst sah man am Wege, da wo jetzt der [[typ:wirtshaus|Gasthof]] zu [[kirche:klosterlausnitz|Kloster Laußnitz]] steht, drei alte verwitterte [[typ:steinkreuz|Kreuzsteine]], diese sollten an die zwei letzten [[typ:nonne|Nonnen]] erinnern, welche in dem Kloster gelebt haben. Als nämlich um das Jahr 1526 die Zahl der Nonnen bis auf sieben geschmolzen war und sehr bald auch diese kleine Anzahl bis auf zwei, welche die Namen Farnesia und Anoetnezza führten, herabgesunken war, so wollten dieselben gleichwohl ihre Heimath nicht verlassen, sondern blieben im Kloster und machten im Dorfe die Krankenpflegerinnen. Eines Abends im Hochsommer hatten sie einen solchen Gang zu thun, zwar stand ein furchtbares [[typ:gewitter|Gewitter]] am Himmel, allein sie ließen sich gleichwohl nicht abhalten, sondern machten sich auf und gingen unter furchtbaren Donnerschlägen nach dem Dorfe. Als sie aber an jene Stelle kamen, wo später die Kreuzsteine zum Andenken gesetzt worden sind, fuhr ein fürchterlicher [[typ:Blitz]] herab und [[typ:erschlagen|erschlug]] sie beide. In der herrschaftlichen [[typ:Kapelle]] befinden sich heute noch zwei [[typ:bild|Bilder]], welche ihre Gesichtszüge darstellen.+Sonst sah man am Wege, da wo jetzt der Gasthof zu [[kirche:klosterlausnitz|Kloster Laußnitz]] steht, drei alte verwitterte Kreuzsteine, diese sollten an die zwei letzten [[typ:nonne|Nonnen]] erinnern, welche in dem Kloster gelebt haben. Als nämlich um das Jahr 1526 die Zahl der Nonnen bis auf sieben geschmolzen war und sehr bald auch diese kleine Anzahl bis auf zwei, welche die Namen Farnesia und Anoetnezza führten, herabgesunken war, so wollten dieselben gleichwohl ihre Heimath nicht verlassen, sondern blieben im Kloster und machten im Dorfe die Krankenpflegerinnen. Eines Abends im Hochsommer hatten sie einen solchen Gang zu thun, zwar stand ein furchtbares Gewitter am Himmel, allein sie ließen sich gleichwohl nicht abhalten, sondern machten sich auf und gingen unter furchtbaren Donnerschlägen nach dem Dorfe. Als sie aber an jene Stelle kamen, wo später die Kreuzsteine zum Andenken gesetzt worden sind, fuhr ein fürchterlicher Blitz herab und erschlug sie beide. In der herrschaftlichen Kapelle befinden sich heute noch zwei Bilder, welche ihre Gesichtszüge darstellen.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 341; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_341.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 341//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 klosterlausnitz wirtshaus nonne kloster steinkreuz 1526 krankenschwester gewitter blitz erschlagen bild kapelle}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 klosterlausnitz wirtshaus nonne kloster steinkreuz 1526 krankenschwester gewitter blitz erschlagen bild kapelle v2}}
sagen/graessesachsena027.1680101215.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)