sagen:graessesachsena021
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| + | ====== Bastian der Bärenhäuter ====== | ||
| + | Nach K. Greß, Holzlandsagen. Lpzg. 1870 in 8. S. 24 fgg. | ||
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| + | Darinnen aber hatte er es sich noch ein wenig anders vorgestellt und er fand gar Vieles, was er sich zu Hause nicht hatte träumen lassen. Noth und Elend traten an ihn heran und trieben ihn hin und her von Land zu Land, bis er endlich, nachdem er überall Kriegsdienste genommen, aber nirgends ausgehalten hatte, auf einem holländischen Schiffe nach China kam, wo er das Glück hatte, einem reichen Mandarin wegen einer Familienähnlichkeit zu gefallen und bei demselben Aufnahme und reichliche Versorgung zu finden. Nun mußte aber sein Gönner auf Befehl des Kaisers eine große Reise unternehmen und Bastian war gezwungen ihn zu begleiten. Die Reise ging, durch öde und gefährliche Steppen, wo wilde Thiere die Caravane überfielen und die Theilnehmer derselben sich aus Angst nach allen Richtungen hin zerstreuten. | ||
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| + | Bastian fand sich endlich am Ufer eines Baches liegend wieder, wo er eingeschlafen war. Als er erwachte, plagte ihn grimmiger Hunger und Durst, er wußte in der trostlosen Oede weder Weg noch Steg und wäre doch gern wieder in seinem Vaterlande und in seinem Geburtsorte Eisenberg gewesen, er sehnte sich wieder nach dem Schwarzbrod und Käse seiner Mutter zurück, und hätte herzlich gern dafür ihre Schimpfreden und Scheltworte mit in den Kauf genommen. Als er nun so in halber Verzweiflung über seine elende Lage da lag, trat auf einmal der [[wesen: | ||
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| + | So wanderte denn der Bärenhäuter Bastian wieder in das Thor seiner Vaterstadt ein, wo ihn aber Niemand mehr kannte, und als er zu seiner Mutter in die Stube trat, wollte diese von ihm als einem ungerathenen Sohne auch nichts wissen. Ein armer Vetter jedoch erbarmte sich seiner und nahm ihn in seine Wohnung auf, wieß ihm auch eine Schlafstätte in seinem gerade leerstehenden Schweinestalle an. Dort lebte nun Bastian seinem Gelübde treu zwei und ein halbes Jahr und der Teufel schien sein Spiel schon verloren zu haben. Zum Zeitvertreib machte er den Kindern seines Vetters zuerst einige bunte Papierlaternen, | ||
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| + | Da kam nun eines schönen Tages der Teufel wieder zu Bastian und schenkte ihm, weil er doch einsah, daß er dessen Seele nicht gewinnen könne, das noch übrige Halbjahr. Dafür aber mußte ihm Bastian versprechen, | ||
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sagen/graessesachsena021.1680028583.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
