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sagen:graessesachsena004

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-Im Jahre 1647 ward zu [[geo:Altenburg]] Katharina Geilerin, eine Dienstmagd von 30 Jahren, unpaß und weil der Hausherr glaubte, sie habe die [[typ:Pest]], hat er sie nach Hause zu ihrer Mutter entlassen. Als sie aber dorthin kam, wollten die Bauern das Mädchen nicht aufnehmen, weil sie [[typ:angst|fürchteten]], sie würden von der Seuche angesteckt. Sie mußte also im Freien auf einer [[typ:Wiese]] unter einem schlechten Heuhüttlein verbleiben, und weil Niemand zu ihr kam, der sie pflegte, hat sie halb verschmachtet auf allen Vieren zu den Pfützen und [[typ:moor|Sümpfen]] kriechen und ihren Durst mit dem stinkenden Wasser löschen müssen. +Im Jahre 1647 ward zu [[geo:Altenburg]] Katharina Geilerin, eine Dienstmagd von 30 Jahren, unpaß und weil der Hausherr glaubte, sie habe die Pest, hat er sie nach Hause zu ihrer Mutter entlassen. Als sie aber dorthin kam, wollten die Bauern das Mädchen nicht aufnehmen, weil sie fürchteten, sie würden von der Seuche angesteckt. Sie mußte also im Freien auf einer Wiese unter einem schlechten Heuhüttlein verbleiben, und weil Niemand zu ihr kam, der sie pflegte, hat sie halb verschmachtet auf allen Vieren zu den Pfützen und Sümpfen kriechen und ihren Durst mit dem stinkenden Wasser löschen müssen. 
  
-Nachdem sie sich seit der Zeit etwas erholt, ist ihr Leib nach und nach aufgeschwollen und sie hat hernach alle Frühlinge heftiges [[typ:Erbrechen]] bekommen, in welchem eine dicke corpulente Materie von ihr gegangen, die sie aber weiter nicht beachtet hat. Endlich hat sie den 26. Juni 1647 zwei große [[typ:kröte|Kröten]], zwei kleinere in der Größe einer Hummel und zwei [[typ:eidechse|Eidechsen]] so dick wie eine Schreibefeder und so lang wie ein Ohrenfinger, alle lebend, dann am 12. Juli eine lebendige mittelgroße [[typ:Kröte]] und hierauf eine große und eine kleine, beide todt, von sich gegeben, den 18. Juli auf 30 Maaß stinkendes Wasser und eine bleichgelbe an einander hängende Materie mit lichten Fünckeln wie Augen, am 29. März 1648 einen [[typ:Frosch]] mit 3 und ½ [[typ:Eidechse]] ausgespieen.+Nachdem sie sich seit der Zeit etwas erholt, ist ihr Leib nach und nach aufgeschwollen und sie hat hernach alle Frühlinge heftiges Erbrechen bekommen, in welchem eine dicke corpulente Materie von ihr gegangen, die sie aber weiter nicht beachtet hat. Endlich hat sie den 26. Juni 1647 zwei große Kröten, zwei kleinere in der Größe einer Hummel und zwei Eidechsen so dick wie eine Schreibefeder und so lang wie ein Ohrenfinger, alle lebend, dann am 12. Juli eine lebendige mittelgroße Kröte und hierauf eine große und eine kleine, beide todt, von sich gegeben, den 18. Juli auf 30 Maaß stinkendes Wasser und eine bleichgelbe an einander hängende Materie mit lichten Fünckeln wie Augen, am 29. März 1648 einen Frosch mit 3 und ½ Eidechse ausgespieen.
  
-Der Frosch hat lustig gequakt und bis auf den sechsten Tag gelebt, am 4. April sind zwei lebendige große Frösche grüner Farbe und am 11. besagten Monats ist eine große dicke [[typ:Kröte]] mit spitzigen Klauen von unten todt von ihr gezogen worden, dann ist sie aber gesund geworden und hat noch im J. 1660 gelebt. +Der Frosch hat lustig gequakt und bis auf den sechsten Tag gelebt, am 4. April sind zwei lebendige große Frösche grüner Farbe und am 11. besagten Monats ist eine große dicke Kröte mit spitzigen Klauen von unten todt von ihr gezogen worden, dann ist sie aber gesund geworden und hat noch im J. 1660 gelebt. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 306; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_306.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 306//
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