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sagen:graessesachsen886

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-Im Jahre 1600 am Tage St. Peter und Paul ward ein armes Mädchen aus [[geo:Brauna]] von ihren Aeltern ausgeschickt, um Holz zur Feuerung zusammenzulesen. Es war eine grimmige Kälte, und das Mädchen sputete sich gewaltig, wieder nach Hause zu kommen. Mit einer schweren Last beladen trat sie den Heimweg an, allein es erhob sich auf einmal so ein gewaltiges Schneegestöber, daß sie keinen Schritt vor sich sehen konnte. Dadurch kam sie aber von ihrem Wege ab, allein als sie von dem rechts auf dem Wege von [[geo:kamenz|Camenz]] nach [[geo:Schwosdorf]] liegenden Berge ein Licht schimmern sah, ging sie darauf los, und hier trat ihr ein [[wesen:zwerg|kleines Männchen]] in den Weg, welches sie fragte, was sie da trage und wo sie hin wolle. +Im Jahre 1600 am Tage [[zeit:peterundpaul|St. Peter und Paul]] ward ein armes Mädchen aus [[geo:Brauna]] von ihren Aeltern ausgeschickt, um Holz zur Feuerung zusammenzulesen. Es war eine grimmige Kälte, und das Mädchen sputete sich gewaltig, wieder nach Hause zu kommen. Mit einer schweren Last beladen trat sie den Heimweg an, allein es erhob sich auf einmal so ein gewaltiges Schneegestöber, daß sie keinen Schritt vor sich sehen konnte. Dadurch kam sie aber von ihrem Wege ab, allein als sie von dem rechts auf dem Wege von [[geo:kamenz|Camenz]] nach [[geo:Schwosdorf]] liegenden Berge ein Licht schimmern sah, ging sie darauf los, und hier trat ihr ein [[wesen:zwerg|kleines Männchen]] in den Weg, welches sie fragte, was sie da trage und wo sie hin wolle. 
  
 Auf ihre Klagen wegen ihrer Armuth antwortete er damit, daß er ihr befahl, ihm zu folgen, vorher aber ihren Korb leer zu machen. Sie kletterte ihm nun den Berg hinauf nach, und als sie oben angekommen war, sah sie wie aus einer Oeffnung des darauf liegenden gegen 5 Ellen hohen Steinklumpen bei einem hellen Feuer eine Menge Silbermünzen heraussprangen. Hier schüttete ihr das Männchen selbst ihren Korb aus, und befahl ihr, denselben mit dem Silber anzufüllen, und als sie sich anfangs weigerte, weil sie das Männchen für einen bösen Geist hielt, füllte es selbst ihren Korb mit den Silberstücken, half ihr denselben auf den Rücken, und brachte sie bis an das Haus ihrer Aeltern.  Auf ihre Klagen wegen ihrer Armuth antwortete er damit, daß er ihr befahl, ihm zu folgen, vorher aber ihren Korb leer zu machen. Sie kletterte ihm nun den Berg hinauf nach, und als sie oben angekommen war, sah sie wie aus einer Oeffnung des darauf liegenden gegen 5 Ellen hohen Steinklumpen bei einem hellen Feuer eine Menge Silbermünzen heraussprangen. Hier schüttete ihr das Männchen selbst ihren Korb aus, und befahl ihr, denselben mit dem Silber anzufüllen, und als sie sich anfangs weigerte, weil sie das Männchen für einen bösen Geist hielt, füllte es selbst ihren Korb mit den Silberstücken, half ihr denselben auf den Rücken, und brachte sie bis an das Haus ihrer Aeltern. 
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 //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 294// //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 294//
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sagen/graessesachsen886.1712576772.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)