Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:graessesachsen882

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:graessesachsen882 [2023/04/15 23:20] ewuschsagen:graessesachsen882 [2025/01/30 17:52] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 1: Zeile 1:
 [[sagen:graessesachsen881|<<< zurück]] |  [[sagen:graessesachsen881|<<< zurück]] | 
-[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]] | +**[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** 
 [[sagen:graessesachsen883| weiter >>>]] [[sagen:graessesachsen883| weiter >>>]]
  
-====== Die heilige Maria von Rosenthal (Grässe) ======+====== Die heilige Maria von Rosenthal ======
  
     S. Haupt. Bd. II. S. 180 fgg.     S. Haupt. Bd. II. S. 180 fgg.
  
-Als [[vip:karldergrosse|Karl der Große]] mit seinem Heere die [[region:Lausitz]] durchzog, um die [[typ:heiden|heidnischen]] [[volk:sorben|Wenden]] zu bekehren, kam er auch in die Gegend an den [[typ:quelle|Quellen]] der [[region:schwarzeelster|Elster]]. Da wo jetzt [[geo:rosenthaloberlausitz|Rosenthal]] liegt, schlug er ein festes Lager, dessen Mauerspuren man noch jetzt sieht, auf, um einige Zeit daselbst zu verweilen. Er hatte aber sein Heer unter den unmittelbaren Schutz der [[vip:jungfraumaria|Jungfrau Maria]] gestellt und die h. Jungfrau verließ das Heer nicht, sondern umwandelte das Lager täglich, angethan mit einem weißen Gewande, die Krieger aber fielen vor ihr nieder und beteten sie an. +Als [[vip:karldergrosse|Karl der Große]] mit seinem Heere die [[region:Lausitz]] durchzog, um die heidnischen [[volk:sorben|Wenden]] zu bekehren, kam er auch in die Gegend an den Quellen der [[region:schwarzeelster|Elster]]. Da wo jetzt [[geo:rosenthaloberlausitz|Rosenthal]] liegt, schlug er ein festes Lager, dessen Mauerspuren man noch jetzt sieht, auf, um einige Zeit daselbst zu verweilen. Er hatte aber sein Heer unter den unmittelbaren Schutz der [[vip:hlgmaria|Jungfrau Maria]] gestellt und die h. Jungfrau verließ das Heer nicht, sondern umwandelte das Lager täglich, angethan mit einem weißen Gewande, die Krieger aber fielen vor ihr nieder und beteten sie an. 
  
-Sie hatten aber auch ein [[typ:Heiligenbild]] der h. Jungfrau bei sich und als sie aus der Gegend fortzogen, da ließen sie das [[typ:Bild]] zurück und verbargen es in dem Walde, den die h. Jungfrau durch ihre Gegenwart geheiligt hatte. +Sie hatten aber auch ein [[ding:marienbild|Heiligenbild]] der h. Jungfrau bei sich und als sie aus der Gegend fortzogen, da ließen sie das Bild zurück und verbargen es in dem Walde, den die h. Jungfrau durch ihre Gegenwart geheiligt hatte. 
  
-Seitdem sah man aber noch oft eine weiße Jungfrau den Lagerplatz umwandeln. Nach vielen Jahren kam aber ein frommer Ritter, Namens Lucianus von Sernan in diese Gegend, der sah auf der Jagd einmal die weiße Frau von ferne und ward von ihrem Liebreiz ganz bezaubert. Er spornte sein Roß um sie zu erreichen, aber sobald er sie erreicht zu haben vermeinte, war die Erscheinung wieder in weite Ferne entrückt, bis sie endlich an einer [[typ:Linde]] plötzlich verschwand. Aber aus einer Höhlung des Baumes, umrahmt von grünen Blättern und duftenden Blüthen, leuchtete dem Ritter das Bild der Gottesmutter entgegen: dasselbe hatte aber eine dunkelbraune Gesichtsfarbe und ein Gewand mit eingewebten Lilien. Dies Bild that nun unzählige [[typ:Wunder]] an den zahlreichen [[typ:pilger|Wallfahrern]], die nach ihm zogen und ihm zu Ehren erbaute man daneben die [[typ:Kirche]] von Rosenthal, die noch jetzt zum [[kirche:sanktmarienstern|Kloster Marienstern]] gehört. +Seitdem sah man aber noch oft eine weiße Jungfrau den Lagerplatz umwandeln. Nach vielen Jahren kam aber ein frommer Ritter, Namens Lucianus von Sernan in diese Gegend, der sah auf der Jagd einmal die weiße Frau von ferne und ward von ihrem Liebreiz ganz bezaubert. Er spornte sein Roß um sie zu erreichen, aber sobald er sie erreicht zu haben vermeinte, war die Erscheinung wieder in weite Ferne entrückt, bis sie endlich an einer Linde plötzlich verschwand. Aber aus einer Höhlung des Baumes, umrahmt von grünen Blättern und duftenden Blüthen, leuchtete dem Ritter das Bild der Gottesmutter entgegen: dasselbe hatte aber eine dunkelbraune Gesichtsfarbe und ein Gewand mit eingewebten Lilien. Dies Bild that nun unzählige Wunder an den zahlreichen Wallfahrern, die nach ihm zogen und ihm zu Ehren erbaute man daneben die Kirche von Rosenthal, die noch jetzt zum [[kirche:sanktmarienstern|Kloster Marienstern]] gehört. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 291; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_291.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 291//
 ---- ----
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz schwarzeelster rosenthaloberlausitz karldergrosse jungfraumaria heiligenbild wunder pilger linde sanktmarienstern}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 v2a}}
  
  
sagen/graessesachsen882.1681593631.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)