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sagen:graessesachsen873

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-[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]] | +**[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** 
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-====== Das kleine graue Männchen bei Camenz (Grässe) ======+====== Das kleine graue Männchen bei Camenz ======
  
     Nach Gräve S. 46.     Nach Gräve S. 46.
  
-Auf dem südöstlich von der Stadt [[geo:kamenz|Camenz]] befindlichen Reichardsberge soll eine mit [[typ:Gold]] und [[typ:Silber]] angefüllte [[typ:Braupfanne]] vergraben sein, die von einem graugekleideten kleinen [[typ:Kobold]] gehütet wird, der diejenigen, welche ihm in den Weg kommen, [[typ:hohn|verhöhnt]] und [[typ:spott|verspottet]]+Auf dem südöstlich von der Stadt [[geo:kamenz|Camenz]] befindlichen Reichardsberge soll eine mit Gold und Silber angefüllte Braupfanne vergraben sein, die von einem graugekleideten kleinen [[wesen:Kobold]] gehütet wird, der diejenigen, welche ihm in den Weg kommen, verhöhnt und verspottet. 
  
-Geht man jedoch mit dem Ausschlage der 11. Mitternachtsstunde in der [[zeit:Johannisnacht]] dorthin, so erblickt man zuerst ein blaues Flämmchen, welches sich aus der Erde erhebt, und nach und nach die Gestalt eines Männchens annimmt, das einen großen [[typ:Schlüssel]] in der rechten Hand hält. Diesem hat man sich zu nähern und ihm durch Zeichen anzudeuten, daß man den [[typ:Schlüssel]] zu haben wünscht; dann wird das Männchen auf einmal verschwinden, und man wird den Schlüssel in der Hand haben. +Geht man jedoch mit dem Ausschlage der 11. Mitternachtsstunde in der [[zeit:Johannisnacht]] dorthin, so erblickt man zuerst ein blaues Flämmchen, welches sich aus der Erde erhebt, und nach und nach die Gestalt eines Männchens annimmt, das einen großen Schlüssel in der rechten Hand hält. Diesem hat man sich zu nähern und ihm durch Zeichen anzudeuten, daß man den Schlüssel zu haben wünscht; dann wird das Männchen auf einmal verschwinden, und man wird den Schlüssel in der Hand haben. 
  
-Nun wird sich auf einmal die östliche Seite des Berges öffnen, und man wird eine Thüre erblicken; hat man diese mit dem Schlüssel geöffnet, so gewahrt man die [[typ:Braupfanne]], allein man darf sich nichts von den darin befindlichen Kostbarkeiten aneignen, sondern nachdem man etwas, gleichviel was hineingeworfen, geht man rückwärts den Schlüssel in der Hand den Berg hinab, ohne sich von den erscheinenden Spukgeistern schrecken zu lassen. +Nun wird sich auf einmal die östliche Seite des Berges öffnen, und man wird eine Thüre erblicken; hat man diese mit dem Schlüssel geöffnet, so gewahrt man die Braupfanne, allein man darf sich nichts von den darin befindlichen Kostbarkeiten aneignen, sondern nachdem man etwas, gleichviel was hineingeworfen, geht man rückwärts den Schlüssel in der Hand den Berg hinab, ohne sich von den erscheinenden Spukgeistern schrecken zu lassen. 
  
 Zwar wird nun die Thüre wieder verschwinden, allein wenn man drei Tage nachher an dem Flecke, wo sie gewesen, abermals nachgräbt, öffnet sie sich wieder mit dem bewußten Schlüssel, und nun kann man sich ihren Inhalt aneignen. Zwar wird nun die Thüre wieder verschwinden, allein wenn man drei Tage nachher an dem Flecke, wo sie gewesen, abermals nachgräbt, öffnet sie sich wieder mit dem bewußten Schlüssel, und nun kann man sich ihren Inhalt aneignen.
  
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-[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 286; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_286.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 286//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 gräve oberlausitz kamenz braupfanne gold silber kobold schlüssel johannisnacht}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 v2a}}
  
sagen/graessesachsen873.1681593076.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)