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sagen:graessesachsen857

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-Auf dem 1½ Meile von [[geo:bautzen|Budissin]] in der Nähe von [[geo:baruthbautzen|Baruth]] gelegenen sogenannten Schaafberge zeigt sich in der [[zeit:Andreasnacht]] zur gewöhnlichen [[typ:Geisterstunde]] ein [[typ:Feuermann]], welcher weit und breit seine prasselnden [[typ:flamme|Flammen]] schleudert. Hier ist in einer großen eisernen [[typ:Truhe]] ein unermeßlicher [[typ:Schatz]] vergraben, auf welchem Behälter eine kleine [[typ:Schatulle]] von [[typ:Ebenholz]] mit Elfenbein ausgelegt steht. +Auf dem 1½ Meile von [[geo:bautzen|Budissin]] in der Nähe von [[geo:baruthbautzen|Baruth]] gelegenen sogenannten Schaafberge zeigt sich in der [[zeit:Andreasnacht]] zur gewöhnlichen Geisterstunde ein [[wesen:Feuermann]], welcher weit und breit seine prasselnden Flammen schleudert. Hier ist in einer großen eisernen Truhe ein unermeßlicher Schatz vergraben, auf welchem Behälter eine kleine Schatulle von Ebenholz mit Elfenbein ausgelegt steht. 
  
-Ein Graf [[familie:vongersdorff|von Gersdorf]], Besitzer dieses Gutes, ließ in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter Leitung eines sachkundigen Jesuiten daselbst nachgraben. Nach langer Mühe stieß man endlich auf die [[typ:Truhe]], worüber man sofort dem Grafen Bericht erstattete. Dieser begab sich sogleich an den bezeichneten Ort und sah mit seinen eigenen Augen die Truhe und Schatulle, auf derselben aber ein zusammengerolltes Papier, welches er wegzunehmen befahl. +Ein Graf [[familie:vongersdorff|von Gersdorf]], Besitzer dieses Gutes, ließ in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter Leitung eines sachkundigen Jesuiten daselbst nachgraben. Nach langer Mühe stieß man endlich auf die Truhe, worüber man sofort dem Grafen Bericht erstattete. Dieser begab sich sogleich an den bezeichneten Ort und sah mit seinen eigenen Augen die Truhe und Schatulle, auf derselben aber ein zusammengerolltes Papier, welches er wegzunehmen befahl. 
  
 Darin stand aber: „Wer dieses Kistchen öffnet, dem kostet es seinen erstgeborenen, und wer sich dieser Lade bemächtigt, seinen zweiten Sohn.“ Der Graf, welcher nur zwei Söhne hatte, die er gleichartig liebte, erschrak heftig, ließ die Grube wiederum verschütten und der [[typ:Schatz]] blieb ungehoben.  Darin stand aber: „Wer dieses Kistchen öffnet, dem kostet es seinen erstgeborenen, und wer sich dieser Lade bemächtigt, seinen zweiten Sohn.“ Der Graf, welcher nur zwei Söhne hatte, die er gleichartig liebte, erschrak heftig, ließ die Grube wiederum verschütten und der [[typ:Schatz]] blieb ungehoben. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 269; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_269.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 269//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz baruthbautzen feuermann flamme andreasnacht flamme truhe schatulle schatz ebenholz vongersdorff}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 v2a}}
  
  
sagen/graessesachsen857.1681591901.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)