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sagen:graessesachsen843

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 Unweit der Stadt [[geo:Zittau]] beim Dorfe [[geo:Hörnitz]] liegt ein von Porphyrschieferstücken wild zusammengeworfener mittelmäßig hoher Berg, von welchem man sich folgende Sage erzählt.  Unweit der Stadt [[geo:Zittau]] beim Dorfe [[geo:Hörnitz]] liegt ein von Porphyrschieferstücken wild zusammengeworfener mittelmäßig hoher Berg, von welchem man sich folgende Sage erzählt. 
  
-In der [[zeit:mitternachtsstunde|Geisterstunde]] vom 14. bis 15. Januar d. i. in der Nacht vor [[zeit:veitstag|St. Vitus]], entsteigt diesem bemoosten Felsen unter [[typ:Donner]] und [[typ:Blitz]] ein äußerst ungestalteter [[typ:Zwerg]] mit dickem Kopfe, rothen Triefaugen, Säbelbeinen und zwei gewaltigen Höckern auf dem Rücken, welcher in der linken Hand einen mit [[typ:edelstein|Edelsteinen]] reich besetzten goldenen [[typ:Becher]], in der rechten aber einen großen [[typ:molch|Erdmolch]] hält, und wo denn, im Falle er ihn in den [[typ:Kelch]] taucht und aus demselben eine blaue [[typ:Flamme]] entsteigt, die Umgegend Brandunglück trifft; wenn hingegen selbigem [[typ:Blut]] entquillt, so ereignet sich in der Gegend eine [[typ:mord|Mordthat]]+In der Geisterstunde vom 14. bis 15. Januar d. i. in der Nacht vor [[zeit:veitstag|St. Vitus]], entsteigt diesem bemoosten Felsen unter Donner und Blitz ein äußerst ungestalteter [[wesen:Zwerg]] mit dickem Kopfe, rothen Triefaugen, Säbelbeinen und zwei gewaltigen Höckern auf dem Rücken, welcher in der linken Hand einen mit Edelsteinen reich besetzten goldenen Becher, in der rechten aber einen großen Erdmolch hält, und wo denn, im Falle er ihn in den Kelch taucht und aus demselben eine blaue Flamme entsteigt, die Umgegend Brandunglück trifft; wenn hingegen selbigem Blut entquillt, so ereignet sich in der Gegend eine Mordthat. 
  
-Der Zwerg dreht übrigens den Kopf bald auf diese, bald auf jene Seite, öffnet den Mund, als wenn er sprechen wolle, stampft mehrere Male mit dem Fuße auf einen gewissen Fleck des Berges, und verschwindet mit einem Seufzer unter [[typ:Donner]] und [[typ:Blitz]] beim ersten Hahnenrufe. +Der Zwerg dreht übrigens den Kopf bald auf diese, bald auf jene Seite, öffnet den Mund, als wenn er sprechen wolle, stampft mehrere Male mit dem Fuße auf einen gewissen Fleck des Berges, und verschwindet mit einem Seufzer unter Donner und Blitz beim ersten Hahnenrufe. 
  
 Er kann, da er warnt und Niemandem je geschadet hat, nicht bösartig sein, scheint jedoch wohl etwas geiziger Natur zu sein, indem noch nie bekannt geworden ist, daß er Jemandem etwas geschenkt habe. Er kann, da er warnt und Niemandem je geschadet hat, nicht bösartig sein, scheint jedoch wohl etwas geiziger Natur zu sein, indem noch nie bekannt geworden ist, daß er Jemandem etwas geschenkt habe.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 250; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_250.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 250//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz hörnitz mitternachtsstunde veitstag zwerg blitz donner molch becher edelstein omen flamme feuer mord kelch}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz hörnitz mitternachtsstunde veitstag zwerg blitz donner molch becher edelstein omen flamme feuer mord kelch v2}}
  
  
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