sagen:graessesachsen841
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| + | ====== Martin Pumphut in der Lausitz und der General Sybilski ====== | ||
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| + | Gräve S. 83 sq. cf. S. 88. sq. | ||
| + | Taschenb. f. d. Lausitz. Görlitz 1855. I. S. 105. | ||
| + | Haupt Bd. I. S. 185. 218. fgg. | ||
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| + | Der uns aus dem [[region: | ||
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| + | Wie er sechs Jahre alt war, zog eine [[volk: | ||
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| + | Der Knabe wuchs nun heran, lernte außer seiner Muttersprache, | ||
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| + | In gereifteren Jahren erlernte er die Müllerprofession, | ||
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| + | Zu Volkmarsdorf, | ||
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| + | Zu Heiligenbeil((Nach der preußischen Volkssage war aber ein Wunder des Bischoffs und Heidenbekehrers Anselmus die Ursache des Namens Heiligenbeil. S. Bechstein, Deutsches Sagenbuch. S. 204. u. mein Preuß. Sagenb. Bd. II. Nr. 584, S. 367.)) schleuderte er seine Axt an den Kirchenthurm, | ||
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| + | In [[geo: | ||
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| + | Bald verwandelte er die Pferde eines betrügerischen groben Roßhändlers, | ||
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| + | Dieser königlich polnische und kurf. sächs. General Johann Paul Sybilski von Wolfsberg (geb. 1677 gest. 1763) war ebenfalls ein arger Zauberer. Den Tag vorher, als er bei Zehren und [[geo: | ||
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| + | Vor der Schlacht bei Kollin am 18. Juni 1757 soll er allemal beim neunten Mann jedes Gliedes einige unverständliche Worte gemurmelt und seinen Leuten den Sieg versprochen haben. Der glückliche Erfolg bewahrheitete es, denn sein Regiment erbeutete 9 Fahnen. | ||
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| + | Da er noch als junger Officier in [[land: | ||
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| + | Zur bestimmten Zeit und Orte erschien der Krieger und fand bald Sybilski, der in seinen rothen Mantel gehüllt angeschritten kam, er schlang selbigen um ihn, befahl ihm, weder rück- noch vorwärts zu blicken, und nun gings fort durch die Luft, als flögen sie davon. Abends Schlag fünf Uhr befanden sie sich in Dresden, hatten noch Zeit genug sich zu sammeln und einen Maskenanzug zu wählen, worauf sie mit jugendlichem Frohsinn der Redoute beiwohnten, am andern Morgen um 9 Uhr Dresden verließen und auf dem Mantelfuhrwerke Mittags um 11 Uhr auf dem Paradeplatz in [[geo: | ||
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| + | In [[geo: | ||
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| + | Während des Gesprächs waren sie auch wirklich schon in Gefahr gekommen, indem sie aus Unachtsamkeit des Herrn sich nicht hoch genug gehalten, daher der Wagen an der Thurmspitze der [[geo: | ||
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| + | Sybilski warf schwarze Haferkörner in den Kacheltopf, welche sich sofort in Fußvolk verwandelten, | ||
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| + | Einst soll derselbe Sybilski dem Pachter auf dem Ostravorwerk bei Dresden die Schafe in Schweine verwandelt haben, wobei derselbe natürlich nichts verlor. | ||
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| + | Was Martin Pumphut anlangt, so soll derselbe auch früher noch zu [[geo: | ||
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| + | Wenigstens hat man seit gedachter Zeit von seinem Thun und Treiben nichts mehr vernommen. | ||
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sagen/graessesachsen841.1680904035.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
