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sagen:graessesachsen825

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     S. Weber, Aus vier Jahrhund. Bd. I. S. 386.     S. Weber, Aus vier Jahrhund. Bd. I. S. 386.
  
-Im Jahre 1695 hat die [[typ:Magd]] des [[typ:Kaufmann]] Junge zu [[geo:Zittau]] im Bette des bei diesem wohnenden Schülers Gottfr. Heinrich Pursche ein zugenähtes ledernes Beutelchen gefunden. Als man es öffnete, fand man darin ein Stückchen mit Blut getränktes Papier und ein mit Blut geschriebenes Zettelchen. Auf der einen Seite desselben stand+Im Jahre 1695 hat die Magd des Kaufmann Junge zu [[geo:Zittau]] im Bette des bei diesem wohnenden Schülers Gottfr. Heinrich Pursche ein zugenähtes ledernes Beutelchen gefunden. Als man es öffnete, fand man darin ein Stückchen mit Blut getränktes Papier und ein mit Blut geschriebenes Zettelchen. Auf der einen Seite desselben stand
  
 „Seegen zum Festmachen\\ „Seegen zum Festmachen\\
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 Die andere Seite enthielt die Worte: „Gottfr. Heinrich Pursche. O Satan, ich will Dir dienen, ja ich will Dich auch lieben bis in den Tod, gieb nur, daß ich meine Feinde überwinden möge, hiermit hast Du mich selbst, mache mich stark, fest und unüberwindlich.“  Die andere Seite enthielt die Worte: „Gottfr. Heinrich Pursche. O Satan, ich will Dir dienen, ja ich will Dich auch lieben bis in den Tod, gieb nur, daß ich meine Feinde überwinden möge, hiermit hast Du mich selbst, mache mich stark, fest und unüberwindlich.“ 
  
-Pursche gestand, er habe zwei solche Zettel, den einen mit Tinte, den anderen mit Blut geschrieben, der erste sei verloren gegangen, den anderen habe er vor’s Fenster gelegt, daß ihn der [[typ:Teufel]] holen solle. Dieser holte das Papier aber nicht, daher nähte es Pursche in ein Säckchen und trug es am Halse mit sich herum, nahm es aber ab, als er am Gründonnerstag zum Abendmahl gehen mußte, und verbarg es im Bette, wo man es fand. +Pursche gestand, er habe zwei solche Zettel, den einen mit Tinte, den anderen mit Blut geschrieben, der erste sei verloren gegangen, den anderen habe er vor’s Fenster gelegt, daß ihn der [[wesen:Teufel]] holen solle. Dieser holte das Papier aber nicht, daher nähte es Pursche in ein Säckchen und trug es am Halse mit sich herum, nahm es aber ab, als er am Gründonnerstag zum Abendmahl gehen mußte, und verbarg es im Bette, wo man es fand. 
  
 Er ward zum Staupenschlag und Landesverweisung verurtheilt, zuvor aber in Haft genommen, um sich zu bessern. Er ward zum Staupenschlag und Landesverweisung verurtheilt, zuvor aber in Haft genommen, um sich zu bessern.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. S. 220, Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, 1874 [[https://de.wikisource.org/wiki/Wahrzeichen_der_Stadt_Zittau|de.wikisource.org]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. S. 220, Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, 1874//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 1695 sachsen zittau magd teufel}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 1695 zittau magd teufel tinte blut zettel strafe staupenschlag haft v2}}
sagen/graessesachsen825.1681586313.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)