sagen:graessesachsen823
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| + | ====== Der gespenstige Lautemann zu Zittau ====== | ||
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| + | Willkomm a. a. O. Bd. I. S. 260. sq. | ||
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| + | Zu der Zeit, als noch die Johanniskirche zu [[geo: | ||
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| + | Am nächsten Abend knöpfte er die Kutte wieder unter seinen Rock und ging wohlgemuth, nur etwas früher als sonst, nach der Kirche. Allein sein Muth fiel gewaltig, als er schon von Weitem die dürre Gestalt des Mönchs erblickte, wie sie die Hande rang und die leidenschaftlichsten Geberden machte. Froh, daß ihn der Weg nicht gerade an dem kuttenlosen Geiste vorüberführte, | ||
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| + | Es schien, als sei sie in bestimmte Grenzen gebannt, die sie nicht überschreiten dürfe. Seit diesem Abend sah der Lautemann den Mönch alle Tage immer dieselben flehenden, aber heftigen Gebehrden gegen ihn machen, allein so unwohl ihm bei diesem Anblicke wurde, die Rückgabe der Kutte wagte er nicht, aus Furcht, der geneckte Geist möge keinen Spaß verstehen und ihm vielleicht gar den Hals brechen. So blieb nun die geisterhafte Mönchskutte im Besitze des Lautemanns bis zu dessen Tode, der freilich schon ein Jahr nach dem freventlich verübten Raube erfolgte. Denn war es nur Furcht vor dem täglich erscheinenden Gespenste, oder war es Seelenangst und Folge der Gewissensbisse, | ||
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| + | Sein Nachfolger konnte sein Amt ungestört verrichten, nur am Jahrestage des verübten Frevels erschien fortan der kuttenlose [[wesen: | ||
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sagen/graessesachsen823.1681238383.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
