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sagen:graessesachsen814

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-====== Die Wasserfrau und der Fleischerbursche zu Zittau (Grässe) ======+====== Die Wasserfrau und der Fleischerbursche zu Zittau ======
  
     S. Haupt Bd. I. S. 55.     S. Haupt Bd. I. S. 55.
  
-Oft kam die [[typ:wassermann|Wassermannsfrau]] nach [[geo:Zittau]], um Fleisch einzukaufen. Sie pflegte dabei immer ihren Weg durch ein kleines Pförtchen in der Straßenmauer zu nehmen. Einstmals kam sie auch zu einem [[typ:metzger|Fleischer]] und wollte ein Stück Fleisch kaufen. Als es ihr der Bursche zurecht hacken wollte, hielt sie das andere Ende fest und der Bursche hackte ihr mit seinem [[typ:Beil]]e aus Unvorsichtigkeit einen Finger ab. Die [[typ:Wasserfrau]] schrie laut auf und rief zornig: „warte nur, dafür sollst Du schon noch mein werden!“, lief wehklagend davon und ließ sich nicht wieder sehen. +Oft kam die Wassermannsfrau nach [[geo:Zittau]], um Fleisch einzukaufen. Sie pflegte dabei immer ihren Weg durch ein kleines Pförtchen in der Straßenmauer zu nehmen. Einstmals kam sie auch zu einem Fleischer und wollte ein Stück Fleisch kaufen. Als es ihr der Bursche zurecht hacken wollte, hielt sie das andere Ende fest und der Bursche hackte ihr mit seinem Beile aus Unvorsichtigkeit einen Finger ab. Die [[wesen:Wasserfrau]] schrie laut auf und rief zornig: „warte nur, dafür sollst Du schon noch mein werden!“, lief wehklagend davon und ließ sich nicht wieder sehen. 
  
-Der Meister ließ nun den Burschen drei Monate lang nicht über Land gehen um Einkäufe zu machen, damit ihn nicht etwa die Wasserfrau sammt dem Vieh [[typ:mord|mordete]]. Aber nach dieser Zeit erlaubte er es dem Burschen und schickte ihn aus, um auf einem nahe gelegenen +Der Meister ließ nun den Burschen drei Monate lang nicht über Land gehen um Einkäufe zu machen, damit ihn nicht etwa die Wasserfrau sammt dem Vieh mordete. Aber nach dieser Zeit erlaubte er es dem Burschen und schickte ihn aus, um auf einem nahe gelegenen 
-Dorfe ein Stück Vieh zu holen. Der Bursche mußte auf seiner Wanderung über einen ganz kleinen Graben, in dem nur ein ganz klein wenig Wasser war. Als er dahinüberging, packte ihn die Wasserfrau, tauchte mit ihm unter und [[typ:ertränken|ertränkte]] ihn in der Pfütze.+Dorfe ein Stück Vieh zu holen. Der Bursche mußte auf seiner Wanderung über einen ganz kleinen Graben, in dem nur ein ganz klein wenig Wasser war. Als er dahinüberging, packte ihn die Wasserfrau, tauchte mit ihm unter und ertränkte ihn in der Pfütze.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. S. 209, Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, 1874 [[https://de.wikisource.org/wiki/Die_Wasserfrau_und_der_Fleischerbursche_zu_Zittau|de.wikisource.org]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. S. 209, Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, 1874//
  
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sagen/graessesachsen814.1681585400.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)