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sagen:graessesachsen805

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-====== Die wendische Jagdgöttin Dziwica====== 
  
-    Schmaler S. 269.+====== Die böse Frau bei den Wenden ======
  
-Die südlichen [[volk:sorben|Wenden]] kennen auch eine Waldgöttin, ein schönes junges weibliches Wesen, welches mit einem Geschosse versehen in den Wäldern umherstreift und von ihnen [[gott:dziewica|Dziwica]] genannt wirdDie schönsten [[typ:hund|Jagdhunde]] bilden ihre Begleitung und schrecken nicht nur das Wild, sondern auch die Menschen, die sich um die Mittagszeit im Walde befinden+    Gräve S175.
  
-Daher sagt man noch jetzt zu einem, der den Mittag über sich allein im Walde aufhält: siehe zudaß die Waldgöttin nicht zu Dir kommt! Man glaubt jedochdaß sie auch in mondhellen Nächten in den Wäldern das Geschäft der [[typ:Jagd]] betreibe.+Krumm und sehr gebückt schleicht in den Dörfern am hellen Tageslichte ein kleines altes verrunzeltes und verschrumpftes Weib, mit triefenden Augen, großem Kopfe, warzigem Gesichte und mächtigem Höcker auf dem Rücken an einer Krücke umher, kriecht in Keller und Scheunen – da wo sie weilt, melken Kühe und Ziegen Blut, ergiebt sich keine Butterverdirbt der Käse, schlickert die Milch, bekommen die Schafe Pocken, Hunde die Räude, der Wurm kommt ins Korn, das Gespinnste wird von Mäusen zerfressen; kurz es waltet Unfall, wohin ihr Auge blickt und ihr Fuß tritt
  
-//Quelle:  +Erblickt sie ein Kind unter einem Jahre, so beschreit sie es und es bekommt Friesel, Ausschlag, geschwollenen Leib etc.  
-[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 203; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_203.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+ 
 +Die [[volk:sorben|Wenden]] nennen es das böse Weib (Slaczona).  
 + 
 +Kräftige und furchtlose Männer dieser Nation haben schon mehrere Male, wenn sie es gewahrten, ihre Fäuste gegen selbiges in Bewegen setzen wollen, allein es ist mit einem schallenden Gelächter vor ihren Augen verschwunden und die Frevlerhand erkrankt. 
 + 
 +//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. S. 201-202 - Zweite verbesserte und vermehrte Auflage - 1874 - Verlag Schönfeld, Dresden, Seite 200//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz sorben wald hund dziewica mittagszeit jagd}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 niederlausitz oberlausitz sorben bösesweib kuh ziege schaf blug milch käse korn unglück krücke v2}} 
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sagen/graessesachsen805.1681584644.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)