sagen:graessesachsen790
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| Laus. Monatsschr. 1797. S. 744. | Laus. Monatsschr. 1797. S. 744. | ||
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| - | Bei trübem Himmel oder zur Zeit eines herannahenden Gewitters war man vor ihr sicher. Noch jetzt spricht man im [[typ:Scherz]] zu demjenigen, welcher während der Mittagszeit ohne Noth auf dem Felde arbeitet: „fürchtest Du nicht, daß die Mittagsfrau auf Dich kommen wird?“ und die sprichwörtliche Redensart: „sie fragt wie die [[typ:Mittagsfrau]]“, ist im alltäglichen Gebrauch. | + | Bei trübem Himmel oder zur Zeit eines herannahenden Gewitters war man vor ihr sicher. Noch jetzt spricht man im Scherz zu demjenigen, welcher während der Mittagszeit ohne Noth auf dem Felde arbeitet: „fürchtest Du nicht, daß die Mittagsfrau auf Dich kommen wird?“ und die sprichwörtliche Redensart: „sie fragt wie die Mittagsfrau“, |
| - | Dieses | + | Dieses Gespenst pflegt besonders in der Gegend von [[geo: |
| - | Einst lag um die Mittagszeit ein junges Bauermädchen hier im Grase und schlief, ihr [[typ:Bräutigam]] saß bei ihr, allein sein Herz war anderwärts und sann, wie er sich ihrer entledigen könne. Da kam das Mittagsgespenst einhergeschritten und fing an dem Burschen Fragen vorzulegen, und soviel er auch antwortete, immer warf es neue Fragen auf, und als die Glocke Eins schlug, da stand sein [[typ:Herz]] still, das Gespenst hatte ihn zu Tode gefragt. Als aber das Mädchen die Augen aufschlug, da lag ihr Bräutigam blaß und todt neben ihr, sie weinte und klagte manchen Tag, bis man sie neben dem Jüngling, der ihre Liebe nicht verdiente, zur ewigen Ruhe einsenkte. | + | Einst lag um die Mittagszeit ein junges Bauermädchen hier im Grase und schlief, ihr Bräutigam saß bei ihr, allein sein Herz war anderwärts und sann, wie er sich ihrer entledigen könne. Da kam das Mittagsgespenst einhergeschritten und fing an dem Burschen Fragen vorzulegen, und soviel er auch antwortete, immer warf es neue Fragen auf, und als die Glocke Eins schlug, da stand sein Herz still, das Gespenst hatte ihn zu Tode gefragt. Als aber das Mädchen die Augen aufschlug, da lag ihr Bräutigam blaß und todt neben ihr, sie weinte und klagte manchen Tag, bis man sie neben dem Jüngling, der ihre Liebe nicht verdiente, zur ewigen Ruhe einsenkte. |
| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 187; [[https:// | + | // |
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sagen/graessesachsen790.1681500312.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
