sagen:graessesachsen789
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| - | Aber wie sie sich auch müht, sie kann das Wasser doch nicht erreichen und tief seufzend entfernt sie sich wieder und verschwindet. Diese Erscheinung heißt: „Der ewige Durst.“ Alte Leute erzählen: Es habe einst eine junge Frau in Wilthen während ihrer Niederkunft unsäglichen Durst gelitten und die Wehefrau gebeten, ihr zur Kühlung nur einige Tropfen Wasser zu reichen. Aber die [[typ: | + | Aber wie sie sich auch müht, sie kann das Wasser doch nicht erreichen und tief seufzend entfernt sie sich wieder und verschwindet. Diese Erscheinung heißt: „Der ewige Durst.“ Alte Leute erzählen: Es habe einst eine junge Frau in Wilthen während ihrer Niederkunft unsäglichen Durst gelitten und die Wehefrau gebeten, ihr zur Kühlung nur einige Tropfen Wasser zu reichen. Aber die Kindfrau verweigerte ihr die Labung, und so verschied sie unter den Qualen eines verzehrenden Durstes. Seit dieser Zeit geht sie alle Mittage an jene Quelle, will Wasser trinken – denn sie durstet noch immer – und kann doch das Wasser nicht erreichen, ein weiblicher Tantalus mit hoffnungsloser Qual. |
| Etwas anders erzählt mir schriftlich Hr. Dr. Haupt diese Sage. | Etwas anders erzählt mir schriftlich Hr. Dr. Haupt diese Sage. | ||
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| - | Oft hat man diese wilde Frau rufen hören: „Ewiger Durst.“ Einst nöthigte sie eine ihr begegnende | + | Oft hat man diese wilde Frau rufen hören: „Ewiger Durst.“ Einst nöthigte sie eine ihr begegnende Magd, sie zu kämmen und zu lausen und belohnte sie dann mit einer Schürze voll trocknen Laubes, das die Magd leider weg warf, denn zu Hause angekommen hatte sich ein am Schürzenband hängen gebliebenes Blatt in pures Gold verwandelt. |
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sagen/graessesachsen789.1681500284.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
