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sagen:graessesachsen771

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-[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]] | +**[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** 
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-====== Das Teufelsfenster am Czorneboh (Grässe) ======+====== Das Teufelsfenster am Czorneboh ======
  
     Köhler a. a. O. S. 18.     Köhler a. a. O. S. 18.
  
-An einer freien Stelle des westlichen Abhanges des [[region:Czorneboh|Berges]] erblickt man zur Rechten am Saume der Nadelwaldung den Anfang einer Felsparthie, die durch eine runde Oeffnung an dem obern Theile des [[typ:felsen|Felsens]] als das sogenannte Teufelsloch oder Teufelsfenster bezeichnet wird. Aus dieser Oeffnung sollen nach der Sage noch heute kleine [[typ:kobold|Koboldchen]] schlüpfen und einen [[typ:Keller]] mit unendlichen [[typ:schatz|Schätzen]] bewachen, weshalb man die Stelle auch zuweilen die Koboldskammer genannt hat. +An einer freien Stelle des westlichen Abhanges des [[region:Czorneboh|Berges]] erblickt man zur Rechten am Saume der Nadelwaldung den Anfang einer Felsparthie, die durch eine runde Oeffnung an dem obern Theile des Felsens als das sogenannte Teufelsloch oder Teufelsfenster bezeichnet wird. Aus dieser Oeffnung sollen nach der Sage noch heute kleine [[wesen:kobold|Koboldchen]] schlüpfen und einen Keller mit unendlichen Schätzen bewachen, weshalb man die Stelle auch zuweilen die Koboldskammer genannt hat. 
  
-Eine Frau, die mit ihrem Kinde auf den Berg gegangen war, um [[typ:beere|Waldbeeren]] zu suchen, hatte Gelegenheit, in den Keller zu gelangen. Sie setzte ihr Kind auf den Boden der [[typ:Höhle]] und raffte die Schätze begierig zusammen. Schreckliches Donnern erschütterte die Erde und trieb die Frau [[typ:angst|angsterfüllt]] in’s Freie. Aber als sie sich umsah, war die Höhle geschlossen und kein Eingang wieder zu finden. +Eine Frau, die mit ihrem Kinde auf den Berg gegangen war, um Waldbeeren zu suchen, hatte Gelegenheit, in den Keller zu gelangen. Sie setzte ihr Kind auf den Boden der Höhle und raffte die Schätze begierig zusammen. Schreckliches Donnern erschütterte die Erde und trieb die Frau angsterfüllt in’s Freie. Aber als sie sich umsah, war die Höhle geschlossen und kein Eingang wieder zu finden. 
  
-Die arme Mutter lag bei ihren Schätzen, unbekümmert um deren Werth, denn sie hatte ihr Kind verloren. Doch nach einem Jahre an demselben Tage stand sie wieder am Teufelsfenster. Der [[typ:Keller]] that sich auf und auf dem Boden saß ihr Kind und spielte. Die Schätze mochten funkeln und glänzen, die Mutter sah sie nicht, sie erblickte nur ihr Kind und entriß es mit Blitzeschnelle den unterirdischen Mächten. +Die arme Mutter lag bei ihren Schätzen, unbekümmert um deren Werth, denn sie hatte ihr Kind verloren. Doch nach einem Jahre an demselben Tage stand sie wieder am Teufelsfenster. Der Keller that sich auf und auf dem Boden saß ihr Kind und spielte. Die Schätze mochten funkeln und glänzen, die Mutter sah sie nicht, sie erblickte nur ihr Kind und entriß es mit Blitzeschnelle den unterirdischen Mächten. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 161; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_161.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 161//
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sagen/graessesachsen771.1682368015.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)