sagen:graessesachsen738
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| v. Weber, Aus vier Jahrhunderten Bd. I. S. 67-83. | v. Weber, Aus vier Jahrhunderten Bd. I. S. 67-83. | ||
| - | Es hat sich seit [[zeit: | + | Es hat sich seit [[zeit: |
| - | Es hat dieses Gespenst zwar mit der Keilpflugin verschiedene geistliche Lieder | + | Es hat dieses Gespenst zwar mit der Keilpflugin verschiedene geistliche Lieder gesungen, nur nicht solche wie: „Gott der Vater wohn’ uns bei“ etc., „Nun lob’ meine Seele den Herrn“ etc. und den christlichen Glauben, auch das Vaterunser nicht mitgebetet, sondern dabei sich fortgemacht, |
| - | Im Uebrigen, als ohngeachtet der geschehenen Verwahrung vor allen abergläubischen Mitteln, gleichwohl das Gesinde im Hoffmann’schen Hause ein paar alte Kehrbesen kreuzweise vor die Stubenthür gelegt, sei das Gespenst, als es bis an die [[typ: | + | Im Uebrigen, als ohngeachtet der geschehenen Verwahrung vor allen abergläubischen Mitteln, gleichwohl das Gesinde im Hoffmann’schen Hause ein paar alte Kehrbesen kreuzweise vor die Stubenthür gelegt, sei das Gespenst, als es bis an die Schwelle gekommen, auf dem Besen stehen geblieben. Wenn es aus der Stube wich, ließ es einen übeln Geruch wie von Knoblauch und altem Speck zurück, zeigte sich auch zuweilen bald mit einer Feuerkugel unter dem Arme und mit feurigen Ketten um den Leib, bald mit blutigem Munde, bald in Gestalt eines Kaninchens, bald in abscheulicher Gestalt mit großen Klauen, Gänsefüßen und einem langen Kuhschwanze, |
| - | Es ist auch zu der Keilpflugin ins [[typ:Bett]] gekommen und hat ihr gedroht, es wolle ihr den Hals umdrehen, wenn sie ihren Mann aufwecken werde und hat sie dabei an dem Schenkel, sowie auch am Halse gezwickt, also, daß man die Schwielen etliche Tage lang sehen konnte. Als nun eines Tages der Beichtvater der geplagten Frau, der Diaconus J. Muscovius bei ihr war, hat er zwar das [[typ:Gespenst]], welches gerade dagewesen, nicht selbst erblickt, es ist ihm aber so übel geworden, daß er an Schenkeln und Händen anfing zu zittern. Da nun aber gleichwohl das geistliche Ministerium nicht gestattete, im [[typ:Keller]] nachzugraben, | + | Es ist auch zu der Keilpflugin ins Bett gekommen und hat ihr gedroht, es wolle ihr den Hals umdrehen, wenn sie ihren Mann aufwecken werde und hat sie dabei an dem Schenkel, sowie auch am Halse gezwickt, also, daß man die Schwielen etliche Tage lang sehen konnte. Als nun eines Tages der Beichtvater der geplagten Frau, der Diaconus J. Muscovius bei ihr war, hat er zwar das Gespenst, welches gerade dagewesen, nicht selbst erblickt, es ist ihm aber so übel geworden, daß er an Schenkeln und Händen anfing zu zittern. Da nun aber gleichwohl das geistliche Ministerium nicht gestattete, im Keller nachzugraben, |
| - | Aufgeklärt aber ist der [[typ:Spuk]] nie worden. Mit der weißen Gestalt, die aus dem Wendischen Thurme zuweilen in die Caserne herabkommt und da verschwindet, | + | Aufgeklärt aber ist der Spuk nie worden. Mit der weißen Gestalt, die aus dem Wendischen Thurme zuweilen in die Caserne herabkommt und da verschwindet, |
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sagen/graessesachsen738.1682515196.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
