sagen:graessesachsen733
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| Poetisch beh. v. Ziehnert. Bd. I. S. 241. sq. | Poetisch beh. v. Ziehnert. Bd. I. S. 241. sq. | ||
| - | Am 29. Mai 1405 ist von den Bürgern der Stadt [[geo: | + | Am 29. Mai 1405 ist von den Bürgern der Stadt [[geo: |
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| - | Nun erschien der alte und neue Rath vor dem König, und nachdem der neue nach den deshalb angestellten Erörterungen als schuldig befunden worden war, ließ er denselben in ein Nebenzimmer führen, wo drei [[typ:Henker]] die Schuldigen in Empfang nahmen und ihnen die Hände auf den Rücken banden. Hierauf wurden aus der Stadtgemeinde diejenigen herbeigeholt, | + | Nun erschien der alte und neue Rath vor dem König, und nachdem der neue nach den deshalb angestellten Erörterungen als schuldig befunden worden war, ließ er denselben in ein Nebenzimmer führen, wo drei Henker die Schuldigen in Empfang nahmen und ihnen die Hände auf den Rücken banden. Hierauf wurden aus der Stadtgemeinde diejenigen herbeigeholt, |
| - | Als nun der König den alten Magistrat wieder installirt hatte, ließ er jenen ihr Urtheil vorlesen, und zwar lautete dasselbe für nicht weniger als 100 auf das Schwert. Die Verurtheilten wurden gebunden auf den Marktplatz geführt, und der [[typ:Henker]] begann sein schreckliches Amt, nachdem der König durch das ohrenzerreißende Geschrei und Wehklagen der Weiber und Kinder der dem Henkerschwerte Verfallenen sich nicht zur Milde hatte stimmen lassen. | + | Als nun der König den alten Magistrat wieder installirt hatte, ließ er jenen ihr Urtheil vorlesen, und zwar lautete dasselbe für nicht weniger als 100 auf das Schwert. Die Verurtheilten wurden gebunden auf den Marktplatz geführt, und der Henker begann sein schreckliches Amt, nachdem der König durch das ohrenzerreißende Geschrei und Wehklagen der Weiber und Kinder der dem Henkerschwerte Verfallenen sich nicht zur Milde hatte stimmen lassen. |
| - | Schon waren nicht weniger als 14 Köpfe gefallen, da rief die Gemahlin des Königs, die am [[typ: | + | Schon waren nicht weniger als 14 Köpfe gefallen, da rief die Gemahlin des Königs, die am Markte in dem Hause des Fleischhauers Lucas der Hinrichtung zusah, gerade als der Scharfrichter bei dem fünfzehnten ausholte: es ist genug! und ihr Gatte ließ sich durch ihre Bitten bewegen, den Uebrigen das Leben zu schenken, doch mußten sie mit Weib und Kind sofort auswandern. |
| - | Auf dem [[typ:trog|Wassertroge]] des [[geo: | + | Auf dem Wassertroge des Budissiner Marktes befindet sich noch jetzt eine steinerne Platte, auf der angeblich die Hinrichtung stattgefunden haben soll, doch ist dies eben so wenig gewiß, als daß auf dem Richtschwerte die Namen der 14 Hingerichteten eingravirt worden seien. Auf dem Rathhause befindet sich nämlich letzteres noch heute, aber jene Namen sind nicht darauf. |
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sagen/graessesachsen733.1688974115.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
