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sagen:graessesachsen722

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-Es war einst ein König von [[region:Burgund]], der hieß Rudolph: auf dessen Befehl wurde einst ein Edelmann [[typ:hinrichtung|hingerichtet]], der eine [[typ:Jungfrau]] [[typ:raub|geraubt]] hatte. Der Edelmann hatte einen Sohn, der war jung und bartlos, der wollte seinen Vater rächen, verkleidete sich als ein Mädchen und kam an den Hof, wo er unter die Dienerinnen des Königshofes aufgenommen wurde. +Es war einst ein König von [[region:Burgund]], der hieß Rudolph: auf dessen Befehl wurde einst ein Edelmann hingerichtet, der eine Jungfrau geraubt hatte. Der Edelmann hatte einen Sohn, der war jung und bartlos, der wollte seinen Vater rächen, verkleidete sich als ein Mädchen und kam an den Hof, wo er unter die Dienerinnen des Königshofes aufgenommen wurde. 
  
-Eines Abends, als er wußte, daß die Hofleute hoch bankettirten und voll süßen Weines waren, verleitete er die junge Königstochter in den [[typ:Garten]] spatziren zu gehen. Von dort aus führte er sie immer weiter ins Feld hinein, in der Absicht, sie zu entführen und verbarg sich mit ihr in ein Weizenfeld. Bald aber merkte es das Hofgesinde und sagte es dem König an, daß die Prinzessin abhanden gekommen, und der König schickte alle fort, um des Königs Töchterlein zu suchen. +Eines Abends, als er wußte, daß die Hofleute hoch bankettirten und voll süßen Weines waren, verleitete er die junge Königstochter in den Garten spatziren zu gehen. Von dort aus führte er sie immer weiter ins Feld hinein, in der Absicht, sie zu entführen und verbarg sich mit ihr in ein Weizenfeld. Bald aber merkte es das Hofgesinde und sagte es dem König an, daß die Prinzessin abhanden gekommen, und der König schickte alle fort, um des Königs Töchterlein zu suchen. 
  
-Da war einer Namens Heinrich, des Erasmus Steindorf, eines tapfern Kriegers Sohn, der hatte das Glück, sie in dem Gerstenfelde aufzufinden und den Räuber festzuhalten. Dafür erhob der unglaublich erfreute König ihn in den Adelstand, wandelte seinen Namen aus Steindorf in Gerstdorf und setzte ihm auf sein [[typ:Wappen]] als Helmzier eine Pagenmütze und zwei Büschel [[typ:gerste|Gerstenähren]] statt eines Federbusches, darum, daß er aus dem Gerstenfelde die Prinzessin in die Arme des besorgten Vaters zurückgeführt und von großem Unheil errettet hatte. +Da war einer Namens Heinrich, des Erasmus Steindorf, eines tapfern Kriegers Sohn, der hatte das Glück, sie in dem Gerstenfelde aufzufinden und den Räuber festzuhalten. Dafür erhob der unglaublich erfreute König ihn in den Adelstand, wandelte seinen Namen aus Steindorf in [[familie:vongersdorff|Gerstdorf]] und setzte ihm auf sein Wappen als Helmzier eine Pagenmütze und zwei Büschel Gerstenähren statt eines Federbusches, darum, daß er aus dem Gerstenfelde die Prinzessin in die Arme des besorgten Vaters zurückgeführt und von großem Unheil errettet hatte. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 110; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_110.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 110//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz ursprung burgund name hinrichtung raub jungfrau garten gerste wappen}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz vongersdorff ursprung burgund name hinrichtung raub jungfrau garten gerste wappen v2}}
  
  
sagen/graessesachsen722.1681487567.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)