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sagen:graessesachsen720

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 Der heilige Bischof [[vip:bennovonmeissen|Benno von Meißen]] wurde einst so erzürnt über den Abfall der von ihm bekehrten [[volk:sorben|Wenden]] in der [[region:Lausitz]], daß er die Kirchenschlüssel vor Verdruß in die [[region:Elbe]] warf. Aber in einem gefangenen Fische wurden sie wiedergefunden. Der heilige Bischof [[vip:bennovonmeissen|Benno von Meißen]] wurde einst so erzürnt über den Abfall der von ihm bekehrten [[volk:sorben|Wenden]] in der [[region:Lausitz]], daß er die Kirchenschlüssel vor Verdruß in die [[region:Elbe]] warf. Aber in einem gefangenen Fische wurden sie wiedergefunden.
  
-Bei [[geo:gersdorfhaselbachtal|Gersdorf]] liegt ein Berg, der heißt der heilige Berg und sein Gipfel der Todtenstein. Dort ist in den alten Heidenzeiten greulicher [[typ:Götzendienst]] getrieben worden, bis [[vip:gero|Markgraf Gero]] unter [[vip:ottodergrosse|Kaiser Otto I.]] kam, die heidnischen [[typ:Priester]] tödtete und das Christenthum einführte, auch das jetzt nach ihm so genannte Dorf Gersdorf gründete. +Bei [[geo:gersdorfhaselbachtal|Gersdorf]] liegt ein Berg, der heißt der heilige Berg und sein Gipfel der Todtenstein. Dort ist in den alten Heidenzeiten greulicher Götzendienst getrieben worden, bis [[vip:gero|Markgraf Gero]] unter [[vip:ottodergrosse|Kaiser Otto I.]] kam, die heidnischen Priester tödtete und das Christenthum einführte, auch das jetzt nach ihm so genannte Dorf Gersdorf gründete. 
  
-Diese Gegend war aber dem h. Benno gar lieb und vom nahe gelegenen [[geo:BischheimHaselbachtal|Bischheim]] (Bischofshain), wo er ein Lustschloß hatte, kam er oft über die Berge hinüber nach [[geo:gersdorfhaselbachtal|Gersdorf]]. Daher rührt noch ein gepflasterter Fußweg, der über den heiligen Berg führt und die Mönchsmauer genannt wird. Von dem Berge aus führt auch ein [[typ:geheimgang|unterirdischer Gang]] nach der Pfarre. +Diese Gegend war aber dem h. Benno gar lieb und vom nahe gelegenen [[geo:BischheimHaselbachtal|Bischheim]] (Bischofshain), wo er ein Lustschloß hatte, kam er oft über die Berge hinüber nach [[geo:gersdorfhaselbachtal|Gersdorf]]. Daher rührt noch ein gepflasterter Fußweg, der über den heiligen Berg führt und die Mönchsmauer genannt wird. Von dem Berge aus führt auch ein unterirdischer Gang nach der Pfarre. 
  
-Auf dem heiligen Berge aber gründete Gero eine [[typ:Kapelle]] der [[vip:walburga|h. Walpurgis]], einer Nichte des [[vip:bonifatius|h. Bonifacius]], welche in der Lausitz von Berg zu Berg gezogen war und den [[typ:Heiden]] das Evangelium gepredigt hatte. Als sie gestorben war, hat man ihr überall und besonders auf diesen Bergen Standbilder und Bethäuser errichtet und ihr zu Ehren in der h. [[zeit:Walpurgisnacht]] überall auf den Bergen Feuer angezündet, dafür beschützte sie das Vieh gegen das [[typ:zauberei|Behexen]]. Wer aber am dritten [[zeit:pfingsten|Pfingstfeiertage]] sowie an Walpurgis und Margarethe zu dieser [[typ:Kapelle]] wallfahrete, hatte 100tägigen Ablaß für seine Sünden. +Auf dem heiligen Berge aber gründete Gero eine Kapelle der [[vip:walburga|h. Walpurgis]], einer Nichte des [[vip:bonifatius|h. Bonifacius]], welche in der Lausitz von Berg zu Berg gezogen war und den [[typ:Heiden]] das Evangelium gepredigt hatte. Als sie gestorben war, hat man ihr überall und besonders auf diesen Bergen Standbilder und Bethäuser errichtet und ihr zu Ehren in der h. [[zeit:Walpurgisnacht]] überall auf den Bergen Feuer angezündet, dafür beschützte sie das Vieh gegen das Behexen. Wer aber am dritten [[zeit:pfingsten|Pfingstfeiertage]] sowie an Walpurgis und [[zeit:margaretentag|Margarethe]] zu dieser Kapelle wallfahrete, hatte 100tägigen Ablaß für seine Sünden. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 108; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_108.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 108//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz bennovonmeissen gero ottodergrosse walpurgisnacht pfingsten feuer heiden walburga zauberei gersdorfhaselbachtal BischheimHaselbachtal kapelle götze}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz bennovonmeissen gero ottodergrosse walpurgisnacht margaretentag pfingsten feuer heiden walburga zauberei gersdorfhaselbachtal BischheimHaselbachtal kapelle götze v2}}
  
  
sagen/graessesachsen720.1681316983.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)