sagen:graessesachsen718
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| + | ====== Grausamkeit der alten Wenden ====== | ||
| + | S. Haupt Bd. II. S. 9. | ||
| + | Die Lausitzer Wenden in der Gegend von Zinniz (Cianj) hatten außerordentlich strenge Ehegesetze: am Markte dieser Stadt war eine Brücke, dort wurde Jeder, der sich durch Untreue an seinem Weibe versündigt hatte, mit dem Theile, mit dem er gesündigt hatte, an die Brücke genagelt. Neben ihm lag ein Scheermesser und hiermit ward ihm die freie Wahl gelassen, entweder auf dieser Stelle zu sterben, oder sich selber loszuschneiden. | ||
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| + | Die [[volk: | ||
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| + | Bei den Sorbenwenden der Lausitz herrschte in der Heidenzeit der schändliche Gebrauch, daß man sich der alten Leute, die zu nichts mehr tauglich waren, auf eine grausame Weise entledigte. Der eigene Sohn schlug seinen Vater todt, wenn er alt und unfähig wurde, oder er warf ihn ins Wasser oder er stürzte ihn von einem hohen Felsen herab, ja es sind solche Beispiele selbst noch in der christlichen Zeit vorgekommen. | ||
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| + | Herr Lewin von Schulenburg, | ||
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| + | Ein anderer Chronist erzählt, im Jahre 1297 habe eine Gräfin [[familie: | ||
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