sagen:graessesachsen696
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| - | Einst zur Kirchmes, wo reges Leben im Dorfe war, befand sich Kilian unter den übrigen Bauern im [[typ: | + | Einst zur Kirchmes, wo reges Leben im Dorfe war, befand sich Kilian unter den übrigen Bauern im Wirthshaus. Auf dem Tanzboden schwenkten sich die Paare, beflügelt und befeuert von den Tönen des Dudelsacks und der Geige. Die Bauern aber aßen und sangen, daß es weit durch das Dorf erscholl. Ein Jeder gab ein Liedlein zum Besten. So kam denn die Reihe auch an Kilian. Dieser wollte rechtes Lob erndten, denn er hatte das Verslein, das er sang, selbst gemacht. Es lautete: |
| Ich hab’ eine Wies’ und sieben Teich,\\ | Ich hab’ eine Wies’ und sieben Teich,\\ | ||
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| Will ich sie lieber versaufen.\\ | Will ich sie lieber versaufen.\\ | ||
| - | Lauter Jubel belohnte seinen | + | Lauter Jubel belohnte seinen Spruch. Bald aber ward es dem Herrn hinterbracht, |
| - | Jahre vergingen so, bis dieser starb. Noch bei seinem Tode befahl er, den Kilian nach wie vor zu füttern und gefangen zu halten. Da trieb einst ein Bauermädchen das Vieh aus; die [[typ: | + | Jahre vergingen so, bis dieser starb. Noch bei seinem Tode befahl er, den Kilian nach wie vor zu füttern und gefangen zu halten. Da trieb einst ein Bauermädchen das Vieh aus; die Stiere tummelten sich auf der Weide und stampften wild gegen die Erde. O Wunder! da sank ein Stück Boden ein, und als das Mädchen hinzulief, sah sie in ein finstres Loch hinab, darin saß ein Mensch gefesselt an Händen und Füßen. Schnell rief sie Leute herbei, und als sie den Armen herauszogen, |
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sagen/graessesachsen696.1682366224.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
