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sagen:graessesachsen679

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-Einst als noch die Vehme((Der Begriff Feme (auch veme von mittelniederdeutsch veime = Strafe) steht für die Gerichtsbarkeit von Femegerichten, einer Form der mittelalterlichen Strafjustiz, und auch für die von diesen verhängten Strafen. Weitere Bezeichnungen der Gerichte sind: Femgericht, Femegericht, Vehmgericht, vemedinc sowie „Freigericht“ oder „Freistuhl“ (seltener: Vehmgericht, Fehmgericht, Vehmic Gerichte, Vehm oder die heilige Vehme). //Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Feme|Wikipedia]]//)) ihr heimliches, aber oft gerechtes Gericht über Verbrechen hielt, die vor dem weltlichen [[typ:Richter]] keine Bestrafung fanden, lebte ein Junker von Bode, im ganzen [[region:vogtland|Voigtlande]] als wüster Mädchenverführer verrufen. Derselbe hatte nun auch ein Mädchen, das am Wünnelstein wohnte, sich geneigt gemacht und derselben ihre Unschuld zu rauben gewußt, dann aber dieselbe, als sie ihn mahnte, ihr sein Wort, sie ehelichen zu wollen, zu halten, höhnisch zurückgewiesen. +Einst als noch die Vehme((Anmerkung Sagenwiki: Der Begriff Feme (auch veme von mittelniederdeutsch veime = Strafe) steht für die Gerichtsbarkeit von Femegerichten, einer Form der mittelalterlichen Strafjustiz, und auch für die von diesen verhängten Strafen. Weitere Bezeichnungen der Gerichte sind: Femgericht, Femegericht, Vehmgericht, vemedinc sowie „Freigericht“ oder „Freistuhl“ (seltener: Vehmgericht, Fehmgericht, Vehmic Gerichte, Vehm oder die heilige Vehme). //Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Feme|Wikipedia]]//)) ihr heimliches, aber oft gerechtes Gericht über Verbrechen hielt, die vor dem weltlichen Richter keine Bestrafung fanden, lebte ein Junker von Bode, im ganzen [[region:vogtland|Voigtlande]] als wüster Mädchenverführer verrufen. Derselbe hatte nun auch ein Mädchen, das am Wünnelstein wohnte, sich geneigt gemacht und derselben ihre Unschuld zu rauben gewußt, dann aber dieselbe, als sie ihn mahnte, ihr sein Wort, sie ehelichen zu wollen, zu halten, höhnisch zurückgewiesen. 
  
-In der Verzweiflung gab sie sich selbst den Tod vor seinen Augen, als er aber schuldbewußt nach seinem Schlosse eilte, ward er plötzlich von den Dienern der Vehme, die im Wünnelstein ihren Sitz aufgeschlagen hatte, ergriffen, vor den Freigrafen geführt und auf dessen Befehl mit drei Dolchstichen [[typ:erstechen|ermordet]]+In der Verzweiflung gab sie sich selbst den Tod vor seinen Augen, als er aber schuldbewußt nach seinem Schlosse eilte, ward er plötzlich von den Dienern der Vehme, die im Wünnelstein ihren Sitz aufgeschlagen hatte, ergriffen, vor den Freigrafen geführt und auf dessen Befehl mit drei Dolchstichen ermordet. 
  
-Seit dieser Zeit irrt sein blutiger Schatten den [[typ:Dolch]] in der Brust um den Wünnelstein herum und erschreckt den einsamen Wanderer durch sein Wehklagen.+Seit dieser Zeit irrt sein blutiger Schatten den Dolch in der Brust um den Wünnelstein herum und erschreckt den einsamen Wanderer durch sein Wehklagen.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 72; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_072.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, Version vom 1.8.2018]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 72//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 vogtland gericht richter erstechen dolch}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 vogtland gericht richter erstechen dolch v2}}
  
  
  
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